Xeon vs. Epyc

AMD verhöhnt Intel mit gemeinen Werbeplakaten

Digital
25.07.2018 17:01

Viele Jahre war der Wettlauf zwischen den CPU-Herstellern AMD und Intel eine klare Sache: Intel hatte den Markt fest im Griff, AMD belieferte als kleinerer Rivale vor allem Preisbewusste. Seit einigen Monaten ändert sich das: AMDs Ryzen- und Epyc-Prozessoren können es durchaus mit der Konkurrenz aufnehmen. Das gibt dem Intel-Rivalen Selbstvertrauen - und hat das AMD-Marketing offenbar zu ein paar ganz schön fiesen Werbesujets inspiriert.

Der Marketing-Schlagabtausch der beiden Prozessorgiganten hat sich in den vergangenen Monaten immer mehr zugespitzt. Zuletzt crashte AMD ein Gewinnspiel zum 40-jährigen Intel-Firmenjubiläum, bei dem der Rivale seinen neuesten Core-i7-8086K-Prozessor verloste, und bot den Gewinnern an, den Chip gratis gegen einen von AMD zu tauschen.

Intel quittierte die Aktion mit dem Twitter-Hinweis, der Rivale hätte doch einfach fragen können, wenn er einen Intel-Chip wolle.

(Bild: AMD)

Freche Werbeplakate am Flughafen
Am Flughafen von San José im Silicon Valley geht der Schlagabtausch nun in die nächste Runde. AMD hat großflächige Werbeplakate aufhängen lassen, auf denen man den bekannten Intel-Serverprozessor Xeon als Auslaufmodell hinstellt und zum Kauf des hauseigenen Konkurrenten Epyc anrät. Transportiert wird die Botschaft mit fiesen Wortwitzen, auf manchen Plakaten vergleicht AMD den Intel-Chip gar mit den ausgestorbenen Dinosauriern.

(Bild: APA/AFP/Mandel Ngan)

Intel hat bisher noch nicht auf die neuen Sticheleien des kleineren Rivalen reagiert. Tatsächlich kämpft der Rivale zum Firmenjubiläum wohl mit ganz anderen Sorgen. Jüngst musste Firmenchef Brian Krzanich wegen einer Liaison mit einer Mitarbeiterin den Hut nehmen. Vor einigen Monaten wurden massive Sicherheitslücken in Intel-Chips bekannt, von denen es einige zwar auch bei AMD gibt, die aber vor allem die Reputation von Intel beschädigt haben. Und zu allem Überfluss ist der x86-Prozessor, wie Intel und AMD ihn fertigen, in den letzten Jahren in vielen Gerätekategorien von ARM-Chips, wie man sie in Smartphones und Tablets vorfindet, in Bedrängnis gebracht worden.

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