Mi, 19. Dezember 2018

Gefühlsverwirrungen

12.07.2018 09:41

Kindersorgen ergründen: „Ich bin für dich da!“

Kinder können Probleme oft schwer in Worte fassen. Es liegt an uns, die Gründe für Sorgen und Blockaden herauszufinden. Ganz einfühlsam.

Tim möchte nicht in den Kindergarten. „Ich geh da nicht hin“, schluchzt er und wirft sich dabei auf den Boden. „Warum? Was ist denn los?“, fragt seine Mutter. Tim hebt nur die Schultern. Tims Mama tastet sich langsam an das Problem heran: „Hast du Angst, etwas falsch zu machen oder dich zu streiten? Was genau stört dich?“ Endlich erzählt Tim vom Streit unlängst mit einem Buben aus seiner Gruppe.

Alle Gefühle sind okay
Wichtig ist das einfühlsame Zuhören, dem Spross das Gefühl zu geben, man ist immer für ihn da. Egal, um welches Thema es geht. Regen Sie Ihr Kind zu Lösungsansätzen an! Machen Sie ihn mit gezielten Fragen zum Akteur, wie im Fall von Tim: „Was meinst du, wie könnten wir es dir leichter machen? Was brauchst du? Was würde dir helfen, um lieber in den Kindergarten zu gehen?“ Sind Kinder sozial ängstlich, können Entspannungstechniken helfen. Wir können sie ermutigen, auf andere zuzugehen, und es immer in seine Komfortzone zurückkehren lassen, wenn es nötig ist. Oder einen Freund nach Hause einladen, um die Interaktion zu begleiten. Kinder sollten von uns hören: „Alle Gefühle sind okay.“ Und vor allem: „Du bist okay, so wie du bist.“

Kommentar von Eltern-Kids-Coach Nina Petz
Meine Tochter ist in der Pubertät und in einem permanenten Gefühlschaos. Auch eine Nachprüfung steht an. Gestern hat sie mir erzählt, dass sie manchmal Stimmen hört, die ihr sagen, sie solle „mit dem Leben Schluss machen“. Ich bin verzweifelt.

Bitte suchen Sie mit Ihrer Tochter umgehend professionelle Hilfe auf! So einem Hilferuf muss in jedem Fall nachgegangen werden, da hier möglicherweise „Gefahr in Verzug“ herrscht. Ihre Tochter ist offensichtlich mit Ihrer derzeitigen Lebenssituation massiv überfordert und schafft es nicht mehr, ihre psychischen Probleme alleine in den Griff zu bekommen. Wenn sie so eine Aussage tätigt, muss leider davon ausgegangen werden, dass sie akut selbstmordgefährdet ist. Das Krankenhaus steht Ihnen nicht nur für körperliche, auch für psychische Notfälle zur Verfügung. Entweder gibt es gleich dort eine Kinder- und Jugendpsychiatrie, oder Sie erfahren zumindest, wohin Sie sich mit Ihrer Tochter wenden können. Auf einer psychiatrischen Station bekommt Ihr Nachwuchs die Hilfe, die jetzt notwendig ist. Ein multiprofessionelles Team aus Ärzten und Therapeuten hilft ihr, wieder ins Lot zu kommen. Auch für Angehörige gibt es Unterstützung. Nehmen Sie diese auf jeden Fall an! Alles erdenklich Gute!

Susanne Zita, Kronen Zeitung

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