Di, 14. August 2018

Früh gescheitert

08.07.2018 13:29

Spaniens Teamchef Hierro ist zurückgetreten

Eine Woche nach dem Achtelfinal-Aus bei der Weltmeisterschaft hat sich der spanische Fußball-Verband (RFEF) von Kurzzeit-Trainer Fernando Hierro getrennt. Der 50-Jährige habe das Angebot ausgeschlagen, wieder auf seinen Posten als Sportdirektor zurückzukehren, teilte der RFEF am Sonntag mit. Hierro und der Verband hätten ihre Zusammenarbeit beendet.

Damit endete beim Weltmeister von 2010 ein unrühmliches Kapitel, das möglicherweise ein besseres Abschneiden in Russland verhindert hatte. Nach „so vielen gemeinsamen Kilometern“ gehe man getrennte Wege, hieß es in der Erklärung. Hierro suche neue „Horizonte und Ziele“. Man danke ihm und wünsche ihm viel Erfolg. Angaben zum neuen Nationalcoach machte der Verband nicht.

Favoriten für den vakanten Posten sind die drei Ex-Nationalspieler Quique Sanchez Flores (zuletzt Espanyol Barcelona), Michel (zuletzt FC Malaga) und Luis Enrique, der 2017 beim FC Barcelona nach drei Jahren und neun Titeln gegangen war. Letzterer gilt allerdings als möglicherweise zu teuer für den Verband. Zudem ist Belgiens WM-Coach Roberto Martinez, ein gebürtiger Spanier, im Gespräch.

Nachfolger offen
Hierro hatte als Spieler von Real Madrid 89 Länderspiele bestritten und war beim WM-Triumph 2010 in Südafrika Sportdirektor. Dieses Amt tauschte er in Russland beim Wechseltheater um Julen Lopetegui kurzfristig gegen den Trainerposten ein. Mit der Absetzung des künftigen Chefcoachs von Real Madrid als Nationaltrainer nur zwei Tage vor dem ersten WM-Spiel hatte der neue Verbandsboss Luis Rubiales überrascht. Er fühlte sich bei dem Vertragsabschluss zwischen Lopetegui und Real übergangen.

Unter Hierro, der nur über wenig Erfahrung als Trainer verfügte, hatte Spanien zunehmend geschwächelt. Die Medien forderten ihn öffentlich auf, „endlich wie ein Trainer zu handeln“. Mittelfeldspieler Koke klagte nach dem Aus im Elfmeterschießen gegen Russland, der Mannschaft sei „unser Anführer abhandengekommen“.

Kapitän Sergio Ramos und andere Spieler hatten sich gegen die Absetzung Lopeteguis gewehrt. Hierros Vereinbarung mit dem Verband galt nur für das Turnier. Das nächste Länderspiel steht für Spanien am 8. September gegen England an.

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Tabellen
Gruppe A
Gruppe B
Gruppe C
Gruppe D
Gruppe E
Gruppe F
Gruppe G
Gruppe H
#MannschaftSp.TorePkt
1Uruguay35:09
2Russland38:46
3Saudi Arabien32:73
4Ägypten32:60
#MannschaftSp.TorePkt
1Spanien36:55
2Portugal35:45
3Iran32:24
4Marokko32:41
#MannschaftSp.TorePkt
1Frankreich33:17
2Dänemark32:15
3Peru32:23
4Australien32:51
#MannschaftSp.TorePkt
1Kroatien37:19
2Argentinien33:54
3Nigeria33:43
4Island32:51
#MannschaftSp.TorePkt
1Brasilien35:17
2Schweiz35:45
3Serbien32:43
4Costa Rica32:51
#MannschaftSp.TorePkt
1Schweden35:26
2Mexiko33:46
3Republik Korea33:33
4Deutschland32:43
#MannschaftSp.TorePkt
1Belgien39:29
2England38:36
3Tunesien35:83
4Panama32:110
#MannschaftSp.TorePkt
1Kolumbien35:26
2Japan34:44
3Senegal34:44
4Polen32:53
Spielplan
Gruppenphase
Achtelfinale
Viertelfinale
Halbfinale - Finale
Russland
GRUPPE A | 14.06.
5:0 (2:0)
Saudi Arabien
Ägypten
GRUPPE A | 15.06.
0:1 (0:0)
Uruguay
Marokko
GRUPPE B | 15.06.
0:1 (0:0)
Iran
Portugal
GRUPPE B | 15.06.
3:3 (2:1)
Spanien
Frankreich
GRUPPE C | 16.06.
2:1 (0:0)
Australien
Argentinien
GRUPPE D | 16.06.
1:1 (1:1)
Island
Peru
GRUPPE C | 16.06.
0:1 (0:0)
Dänemark
Kroatien
GRUPPE D | 16.06.
2:0 (1:0)
Nigeria
Costa Rica
GRUPPE E | 17.06.
0:1 (0:0)
Serbien
Deutschland
GRUPPE F | 17.06.
0:1 (0:1)
Mexiko
Brasilien
GRUPPE E | 17.06.
1:1 (1:0)
Schweiz
Schweden
GRUPPE F | 18.06.
1:0 (0:0)
Republik Korea
Belgien
GRUPPE G | 18.06.
3:0 (0:0)
Panama
Tunesien
GRUPPE G | 18.06.
1:2 (1:1)
England
Kolumbien
GRUPPE H | 19.06.
1:2 (1:1)
Japan
Polen
GRUPPE H | 19.06.
1:2 (0:1)
Senegal
Russland
GRUPPE A | 19.06.
3:1 (0:0)
Ägypten
Portugal
GRUPPE B | 20.06.
1:0 (1:0)
Marokko
Uruguay
GRUPPE A | 20.06.
1:0 (1:0)
Saudi Arabien
Iran
GRUPPE B | 20.06.
0:1 (0:0)
Spanien
Dänemark
GRUPPE C | 21.06.
1:1 (1:1)
Australien
Frankreich
GRUPPE C | 21.06.
1:0 (1:0)
Peru
Argentinien
GRUPPE D | 21.06.
0:3 (0:0)
Kroatien
Brasilien
GRUPPE E | 22.06.
2:0 (0:0)
Costa Rica
Nigeria
GRUPPE D | 22.06.
2:0 (0:0)
Island
Serbien
GRUPPE E | 22.06.
1:2 (1:0)
Schweiz
Belgien
GRUPPE G | 23.06.
5:2 (3:1)
Tunesien
Republik Korea
GRUPPE F | 23.06.
1:2 (0:1)
Mexiko
Deutschland
GRUPPE F | 23.06.
2:1 (0:1)
Schweden
England
GRUPPE G | 24.06.
6:1 (5:0)
Panama
Japan
GRUPPE H | 24.06.
2:2 (1:1)
Senegal
Polen
GRUPPE H | 24.06.
0:3 (0:1)
Kolumbien
Uruguay
GRUPPE A | 25.06.
3:0 (2:0)
Russland
Saudi Arabien
GRUPPE A | 25.06.
2:1 (1:1)
Ägypten
Iran
GRUPPE B | 25.06.
1:1 (0:1)
Portugal
Spanien
GRUPPE B | 25.06.
2:2 (1:1)
Marokko
Dänemark
GRUPPE C | 26.06.
0:0 (0:0)
Frankreich
Australien
GRUPPE C | 26.06.
0:2 (0:1)
Peru
Nigeria
GRUPPE D | 26.06.
1:2 (0:1)
Argentinien
Island
GRUPPE D | 26.06.
1:2 (0:0)
Kroatien
Republik Korea
GRUPPE F | 27.06.
2:0 (0:0)
Deutschland
Mexiko
GRUPPE F | 27.06.
0:3 (0:0)
Schweden
Serbien
GRUPPE E | 27.06.
0:2 (0:1)
Brasilien
Schweiz
GRUPPE E | 27.06.
2:2 (1:0)
Costa Rica
Japan
GRUPPE H | 28.06.
0:1 (0:0)
Polen
Senegal
GRUPPE H | 28.06.
0:1 (0:0)
Kolumbien
England
GRUPPE G | 28.06.
0:1 (0:0)
Belgien
Panama
GRUPPE G | 28.06.
1:2 (1:0)
Tunesien

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