Do, 18. Oktober 2018

Pole Position

15.06.2018 14:09

Fernando Alonso greift nach Le-Mans-Sieg

Formel-1-Star Fernando Alonso darf sich berechtigte Hoffnungen auf einen Triumph bei den 24 Stunden von Le Mans machen. Der Spanier nimmt den Langstrecken-Klassiker am Samstag (Start 15 Uhr) mit seinen Toyota-Teamkollegen Kazuki Nakajima und Sebastien Buemi aus der Pole Position in Angriff. Der Salzburger Dominik Kraihamer startet mit seinem ByKolles Racing Team von Platz acht.

Für die beste Startposition sorgte allerdings nicht Alonso, sondern Nakajima. Der Japaner war im Qualifying gleich um zwei Sekunden schneller als der zweite Toyota-Bolide mit Kamui Kobayashi, Jose Maria Lopez und Mike Conway. In 3:15,377 Minuten verpasste Nakajima am Donnerstag kurz vor Mitternacht nur knapp den Rundenrekord seines Landsmannes Kobayashi aus dem Vorjahr (3:14,791).

„Mit viel Respekt herangehen“
Alonso stieg zwar als letzter aus dem Wagen, wies aber darauf hin, dass seinem Teamkollegen die Ehre gebühre. „Kazuki ist schon gestern eine unglaubliche Runde gefahren, also haben wir es wieder in seine Hände gelegt und er hat den Job erfüllt“, erklärte der zweifache F1-Weltmeister. Die Plätze eins und zwei seien das, was Toyota gewollt hatte. „Wir wissen aber, dass das nur die Vorbereitung für das große Rennen ist“, betonte Alonso. „Wir müssen mit viel Respekt herangehen und versuchen, das Rennen so gut wie möglich zu exekutieren, sodass wir am Ende hoffentlich auch ein Eins-Zwei für Toyota haben.“

Toyota ist nach dem Rückzug von Seriensieger Porsche das einzig verbliebene Werksteam in der höchsten Kategorie. Dass die Japaner wegen der Werbewirksamkeit von Alonso dessen Auto gegenüber dem Trio Kobayashi/Lopez/Conway bevorzugen würden, dementierten sie heftig.

Alonso hatte mit seinem Teamkollegen bereits Anfang Mai den Auftakt der Langstrecken-WM (WEC) in Spa gewonnen. Der 36-Jährige hat sich die „Triple Crown“ des Motorsports zum Ziel gesetzt. Bisher waren nur dem Briten Graham Hill Siege beim Formel-1-Grand-Prix von Monaco, den 24 Stunden von Le Mans und den Indy 500 in den USA gelungen. Zwei der drei Klassiker haben auch nur sechs weitere Piloten der Geschichte gewonnen - darunter der legendäre Österreicher Jochen Rindt (Le Mans 1965, Monaco 1970).

Toyota klarer Favorit
Mitunter wird auch der Formel-1-WM-Titel als Referenz aus der Königsklasse herangezogen. Alonso kann beides vorweisen. 2005 und 2006 war der Spanier Weltmeister, 2006 und 2007 triumphierte er im Fürstentum. Bei seinem Indy-Debüt war er im Vorjahr ausgeschieden, in Le Mans ist es sein erster Anlauf. Neben der gesamten WEC-Saison für Toyota fährt der Ausnahmekönner auch die volle F1-Saison für McLaren.

Toyota gilt als klarer Le-Mans-Favorit. Aus Position drei starten der Schweizer Neel Jani, der Deutsche Andre Lotterer und der Brasilianer Bruno Senna vom Team Rebellion. Kraihamer fährt mit dem Briten Oliver Webb und dem Franzosen Tom Dillmann in einem Nicht-Hybrid-Fahrzeug in der höchsten Klasse, der LMP1, aller Voraussicht nach nicht um den Sieg mit.

Richard Lietz dagegen darf sich in der GTE-Pro-Klasse Hoffnungen machen. Der Niederösterreicher geht mit seinen Porsche-Kollegen Gianmaria Bruni (ITA) und Frederic Makowiecki (FRA) aus der besten Startposition ins Rennen. Der Salzburger Philipp Eng startet mit seinen BMW-Kollegen in derselben Kategorie von Rang 13. Mathias Lauda fährt auf Aston Martin in der GT-Amateurklasse. Unter insgesamt 60 Startern in allen Kategorien auf dem Sarthe-Kurs belegte sein Team im Qualifying Rang 57.

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