Mi, 18. Juli 2018

„Wohnungen sind leer“

14.06.2018 12:53

Vergewaltigung: Täterfamilien setzten sich ab

Nach der schrecklichen Vergewaltigung im deutschen Velbert - eine 13-Jährige hat angegeben, von einer ganzen Gruppe Burschen schwer missbraucht worden zu sein - haben sich zwei der Verdächtigen mitsamt ihren Familien abgesetzt. „Wir haben bei den Vermietern nachgefragt: Die Wohnungen sind leer“, so die Staatsanwaltschaft.

Insgesamt acht Jugendliche im Alter zwischen 14 und 16 Jahren stehen unter Verdacht, bereits im April in einem Park über das 13-jährige Mädchen hergefallen zu sein. Sechs Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft, nach zwei weiteren wird gefahndet. Nun stellte sich heraus: Die beiden sind mitsamt ihren Familien verschwunden. Vermutlich haben sie sich ins Ausland abgesetzt, sagte ein Sprecher der Wuppertaler Staatsanwaltschaft. Alle Verdächtigen stammen aus Bulgarien, lebten aber bisher in Velbert und gingen in dem Ort zur Schule.

Der Fall sorgt seit dem Bekanntwerden vor wenigen Tagen für Entsetzen: Das Mädchen und ihre Freundinnen seien Berichten zufolge am Tattag zunächst in einem Freibad von den Burschen belästigt worden. Auf dem Weg nach Hause sollen die Burschen die 13-Jährige, die zu diesem Zeitpunkt allein unterwegs gewesen sein dürfte, in einen Wald gezerrt haben, wo sie dann über das wehrlose Mädchen hergefallen seien.

Zwei Haupttäter sollen die Schülerin vergewaltigt haben, während die anderen zusahen und das Verbrechen mit einem Handy filmten. Dann hätten sie die wehrlose 13-Jährige durch den Wald zu einer Autobahnbrücke gezerrt, wo sie weiter missbraucht worden sei. Eine Spaziergängerin habe das Mädchen schließlich gerettet.

„Drastische Sexualstraftaten“ mit dem Handy gefilmt
Um das schwer traumatisierte Opfer zu schützen, habe man die Öffentlichkeit nicht früher über den schrecklichen Fall informiert. Das Handy, mit dem die laut Staatsanwaltschaft „drastischen Sexualstraftaten“ gefilmt wurde, sei beschlagnahmt worden, das Video bereits ausgewertet, schreibt die „Welt“. Die Beweislage sei „vergleichsweise eindeutig“: Es gebe das Video, Aussagen des Opfers und der Spaziergängerin und DNA-Spuren.

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