Durch Spezialeinheit

Drogenszene aus Nordafrika großteils zerschlagen

Tirol
20.11.2009 14:29
Mit einer eigens eingerichteten Sondertruppe zur "gezielten Bekämpfung von Brennpunkten im Stadtgebiet" hat die Innsbrucker Polizei nach eigenen Angaben die sogenannte "nordafrikanische Drogenszene" weitgehend zerschlagen. Die "österreichweit einzigartige Dienststelle" ist mit 34 Mann beim Stadtpolizeikommando angesiedelt und auf fremdenpolizeiliche Agenden sowie Suchtgiftkriminalität spezialisiert.

In den vergangenen sechs Monaten verzeichnete die Abteilung, die die einzelnen Dienststellen im Stadtgebiet entlasten soll, rund 130 Suchtgiftaufgriffe und 894 Verwaltungsanzeigen. "Bei 900 Personen haben wir eine Identitätsfeststellung durchgeführt", betonte Chefinspektor Leo Frauwallner. Im Oktober versahen die Polizisten laut Frauwallner teils uniformiert, teils in Zivil etwa 600 Stunden Fußstreife.

Aufgrund der guten Erfahrungen mit der "erhöhten Polizeipräsenz an den Hotspots" im Herbst 2008 wurde die Abteilung im Mai dieses Jahres auf 34 Beamte erweitert. "Wir wollten dadurch einen höheren Kontrolldruck auf die Szene ausüben", schilderte der stellvertretende Stadtpolizeikommandant, Martin Kirchler. Diese Strategie habe sich "bewährt". "Wir wollten damit auch dem Wunsch der Bevölkerung nach mehr Polizeipräsenz Rechnung tragen", sagte er.

Kontakte in die "Szene"
Die Beamten seien in fremdenrechtlichen Belangen, Fahndungsmaßnahmen und Dokumentenfälschung gezielt geschult. "Zum Teil haben sie sich in die jeweilige Szene eingearbeitet und Kontakte aufgebaut", erläuterte Kirchler. Geplant sei eine spezielle Ausbildung im Umgang mit verschiedenen Kulturen. "Die Szene ist zwar insgesamt gesprengt worden, hat sich aber nicht in Luft aufgelöst", betonte er. An eine Aufstockung der Abteilung sei derzeit nicht gedacht.

Symbolbild

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