"Das gezähmte Böse"

Krampus als Kinderschreck im Volkskundemuseum

Steiermark
20.11.2009 09:50
Zwei Gründe haben die Grazerin Nicoletta Wabitsch (Bild) veranlasst, Krampusfiguren zu sammeln: die Vielfalt der Darstellungen und die Seltenheit der Exponate. 300 hat sie mittlerweile zusammengetragen. Im Grazer Volkskundemuseum sind gut 200 davon in der Ausstellung "Krampus – Das gezähmte Böse" zu bestaunen. Bis 10. Jänner!

"Eigentlich konzentrieren wir uns ja mehr auf moderne Kulturgeschichte und weniger auf Brauchtum", betonte Kuratorin Eva Kreissl, aber in die Figuren von Nicoletta Wabitsch habe sie sich sofort verliebt. Und so wurde auf die zaghafte Anfrage der Sammlerin, ob denn Interesse bestehe, begeistert reagiert.

Rahmenprogramm für Groß und Klein
Zwei Jahre hat man sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und nun nicht nur eine beachtliche Ausstellung zustande gebracht, sondern auch ein interessantes Rahmenprogramm für Groß und Klein.
Die Krampusse sind in dieser Schau nicht chronologisch oder nach Material geordnet, sondern eher thematisch.

Da gibt es spöttische Kramperln, die die Zunge zeigen, erotische Varianten, Krampus-Frauen oder süße Teufelchen. Gleichsam nebenbei wird auch die Geschichte der rot-schwarzen Gesellen aufgezeigt – vom gefürchteten Teufel bis hin zum Zuckerlkrampus, der den Kindern viel Freude bringt.

Workshops, Vorträge und Punsch
Ein schöne, sehenswerte Ausstellung! Am 24. 11. ab 15 Uhr lockt das Erzählcafé all jene, die ihre Erinnerungen an den Krampus teilen möchten, von 3. bis 5. Dezember warten Workshops, Vorträge, Punsch. Infos unter der Nummer: 0316/8017-9881.

von Michaela Reichart, "Steirerkrone"

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