Neuer Prozess?

Raubmord vor 20 Jahren beschäftigt Grazer Justiz

Steiermark
19.11.2009 16:54
Weil er in den letzten Jahren 17 Autos geknackt hatte, ist ein 52-jähriger Kroate am Donnerstag in Graz zu 20 Monaten Haft verurteilt worden. Die Hinterbliebenen des Opfers eines spektakulären Raubmordes wollen den Mann aber noch viel länger hinter Gittern sehen...

Im Oktober 1989 fiel der Grazer Münzhändler Ernst L. einem brutalen Raubüberfall direkt vor seinem Geschäft in der Innenstadt zum Opfer. Ein heute 52-jähriger Kroate geriet damals unter massiven Tatverdacht, wurde jedoch von einem Gericht in Zagreb freigesprochen.

Kroate seit April in Haft
Nun könnte noch einmal Bewegung in die Sache kommen. Die Hinterbliebenen des Mordopfers wollen die Wiederaufnahme des Verfahrens. Der Kroate, für den die Unschuldsvermutung gilt, sitzt seit April in Graz in Haft. In den letzten sechs Jahren hatte er in der Steiermark, in Niederösterreich und Kärnten 17 Autos geknackt, dafür gab es nun die 20 Monate Haft (nicht rechtskräftig).

Behörde prüft Beweismittel
Ob die Staatsanwaltschaft einen neuen Mordprozess beantragt, ist noch völlig offen. Die Behörde prüft derzeit die Beweismittel, eine Entscheidung fällt laut Sprecher Hansjörg Bacher im Dezember.

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