Die steirischen Studenten haben ihre Munition noch immer nicht verschossen: Erst die Besetzung des Vorklinik-Hörsaals A, dann zwei Großdemonstrationen mit Tausenden Teilnehmern – und am Dienstag schließlich Aufsehen erregender Aktionismus in der Grazer Innenstadt. Eine Chronologie.
7 Uhr: Passanten staunen nicht schlecht, als vom Lichtschwert und dem Grazer Schloßberg plötzlich überdimensionale Transparente ("Bildung!") baumeln. "Die Bildungskrawatte ist als Mahnung und Warnung gedacht, beschädigt wurde nichts", verlauteten die Organisatoren, die mittlerweile über ein ausgeklügeltes Netzwerk (SMS, Facebook) verfügen. Demonstrieren wird zur "Mega-Hetz"!
10 Uhr: Aufruhr im Landtag, als zu Beginn der Sitzung Flugzettel von den Zuschauerrängen geworfen werden. "Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder muss die Anliegen der Studierenden endlich ernst nehmen!", fordert eine Aktivistin aus den Reihen der Vorklinik-Besetzer.
12 Uhr: "Halbpreis-Studenten" bieten sich in der Herrengasse zum "Verkauf" an.
15 Uhr: Vier Uni-Lehrkräfte kommen in einer "Professorenversteigerung" am Eisernen Tor unter den Hammer (Bild). Interessierte feilschen um jeden Cent, Prof. Stefan Hergarten vom Institut für Erdwissenschaften etwa geht um 12 Euro weg: "Meine Möglichkeiten, für die Studenten etwas anderes zu tun, sind erschöpft."
17 Uhr: Auch Joanneum-Studiosi mischen jetzt mit, sie präsentieren ihren Protest-Song "FH brennt".
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