In welcher Weise und Höhe die Entschuldung stattgefunden hat, wurde auf Nachfrage nicht bekannt gegeben. Gemeinsam mit einem ausländischen Großinvestor werde jetzt an einem langfristigen Konzept gearbeitet. Der Verkauf der Elektrohandelskette könnte somit im Jänner abgeschlossen werden, so Anreiter.
"Management und Belegschaft blicken nun voll Zuversicht in die Zukunft", freut sich der Cosmos-Geschäftsführer, der das nach Managementfehlern in finanzielle Schieflage geratene Traditionsunternehmen mit 28 Filialen und 1.250 Mitarbeitern seit März 2009 führt und restrukturiert. Zur Zeit läuft die sogenannte "Due Diligence"-Phase. Sollten die Bedingungen erfüllt werden, könnten ab Jänner 2010 die Verträge unterzeichnet werden.
"Für das Weihnachtsgeschäft haben wir bereits eine sehr brauchbare Zwischenlösung gefunden. Ich bin zuversichtlich, dass bis Jänner 2010 ein finales Konstrukt entstehen kann", so Anreiter.
Viele Eigentümer seit 1975
Die 1975 gegründete Elektrohandelskette hat schon einige Eigentümerwechsel hinter sich. Im Dezember 1996 wurde Cosmos um damals 150 Millionen Schilling an den Elektrohändler Köck verkauft, der dem Vermögensverwalter Kapital&Wert gehört hat. Die Cosmos-Köck-Anteile wurden dann von der BAWAG übernommen.
Im Herbst 2006 hat die BAWAG ihre defizitäre Elektrohandelstochter Cosmos an die Value Management Services (VMS) um den Sanierer Erhard Grossnigg und den deutschen Finanzinvestor Nordwind Capital verkauft. Gleichzeitig mit der Übernahme wurde Cosmos mit der von der Grossnigg-Gruppe sanierten Niedermeyer-Kette in eine gemeinsame Holding eingebracht. Damit entstand Österreichs größte Elektrohandelsgruppe mit einem Marktvolumen von 3,1 Mrd. Euro.








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