Wie erst am Mittwochabend bekannt wurde, kam es im Betriebskindergarten der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft (KAGes) zur Sperre einer der insgesamt fünf Kindergartengruppen in Graz. Nachdem mehrere Kinder der Gruppe erkrankt waren, wurde diese aufgelöst und die gesunden Kinder in die vier anderen Gruppen aufgeteilt, so Friedrich Maritschneg, in der KAGes zuständig für den Betriebskindergarten.
Geschlossene Schulklassen gibt es derzeit in drei Grazer Schulen, je eine im Lichtenfels-Gymnasium und bei den Ursulinen, sowie drei Klassen in der Volksschule Andritz.
5.500 Impfungen in einer Woche
In der Grünen Mark wurden in der ersten Impf-Woche exklusive Freitag rund 5.550 Personen immunisiert. Der Ansturm auf die Impfstellen ist gewaltig.
Die Praxis des Grazer Allgemeinmediziners und niedergelassenen Arztes Adolf Binder wurde hingegen in den vergangen Tagen noch nicht von H1N1-Besorgten gestürmt. "Noch vor einigen Wochen hatten die Menschen gar kein Interesse, jetzt ist die Zahl der Anfragen schon gestiegen, telefonisch fast mehr als persönlich. Allerdings lese ich in den Zeitungen mehr von der Neuen Grippe, als ich selbst mitbekomme."
Sein Kollege Gustav Mittelbach wird täglich mit "ein paar" Anfragen konfrontiert und von Patienten mit fiebrigen Infekten nach einer möglichen H1N1-Diagnose befragt. Es gebe aber keine Komplikationen und generell empfehle er ein Impfverhalten wie bei der saisonalen Grippe.
Angebot wird verbessert
Die Steiermärkische Gebietskrankenkasse (GKK) erweitert angesichts der Nachfrage gemeinsam mit den Vertrags-Kinderärzten des Landes das Angebot zum Schutz gegen die Neue Grippe: Nach vorheriger Terminabsprache mit dem jeweiligen Vertrags-Kinderarzt wird es möglich sein, Kinder ab dem Alter von sechs Monaten auch in den Ordinationen der steirischen Kinderärzte gegen das H1N1-Virus impfen zu lassen. Dr. Gert Klima, ärztlicher Leiter der GKK: "Wir tragen damit der aktuellen Entwicklung Rechnung und sorgen - wie für diesen Fall geplant - für eine Ausweitung des Angebots. Erstens zählen bei dieser Form der Grippe nicht zuletzt Kinder zur Risikogruppe. Zweitens sind wir gerade bei kleineren Kindern bestrebt, die Wartezeiten möglichst kurz zu halten."
Zwei Teilimpfungen notwendig
Verwendet wird der laut GKK "gut verträgliche" Impfstoff Celvapan (mehr Infos dazu in der Infobox). Für den bestmöglichen Schutz sind zwei Teilimpfungen im Abstand von mindestens drei Wochen notwendig. Babys jünger als sechs Monate können nicht geimpft werden. In diesem Fall wird den engsten Angehörigen und Betreuungspersonen empfohlen, sich gegen die Neue Grippe impfen zu lassen.








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