Die Krise wird die Steiermark noch monatelang in Atem halten. Zwar lässt deren Intensität allmählich nach, die positiven Effekte auf den Arbeitsmarkt bleiben allerdings aus. Im Gegenteil: Im kommenden Jahr wird mit einem weiteren Anstieg der Arbeitslosenzahlen gerechnet.
Dass es wirtschaftlich drunter und drüber geht, lässt sich auch aus dem brandaktuellen Sozialbericht des Landes 2008 herauslesen: Die Ausgaben im Sozial- und Pflegebereich explodieren, immer mehr Steirer kämpfen gegen den Abstieg in die Armut.
Frauen stärker betroffen
Im Vorjahr butterte das Land stolze 99 Millionen Euro in den Sozialhilfebereich, 97 Millionen Euro wurden in das Behindertenwesen investiert und 43 Millionen Euro kamen der Jugendwohlfahrt zugute. Tendenz ständig steigend! "Die Wirtschaftskrise verstärkt die Schere zwischen Arm und Reich", kommentierte Landesrat Siegfried Schrittwieser dann die Armutszahlen: Sechs Prozent der Menschen leben in Armut, schon zwölf Prozent (mehr Frauen als Männer) führen einen täglichen Überlebenskampf.
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Durchschnittlich stehen jedem Steirer monatlich 1.463 Euro zur Verfügung, rechnet Schrittwieser vor. Und stellt eines gleich klar: Sparen überall anders, nur nicht im Sozialbereich. "Denn hier geht es um Existenzen. Das muss man sich immer vor Augen halten."
Daten & Fakten:
von Gerald Schwaiger, "Steirerkrone"








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