Di, 16. Oktober 2018

Nachbarn blitzten ab:

11.05.2018 05:45

Einsprüche gegen Moschee-Ausbau scheiterten

Geplante Umbauten bei der Moschee an der Kremplstraße in Linz sorgten heuer für einigen Politwirbel - die „Krone“ berichtete. Denn Anrainer waren besorgt, sie legten Berufungen ein. Und blitzten beim Linzer Stadtsenat mit sämtlichen Einwändungen ab. Jetzt bleibt den Nachbarn nur noch der Weg zum Verwaltungsgericht.

Den Bauwerbern - dem Bosniaken-Verein NUR - war Schummelei bei den Geschoßen und das Fehlen von Parkplätzen vorgeworfen worden, die Nachbarn der Moschee fürchten zudem Lärmbelästigung bei Veranstaltungen. Sie beriefen daher gegen das Bauvorhaben, das eine Aufstockung für Wohnungen, Gäste- und Klassenzimmer vorsieht, es gibt aber keine zusätzlichen Parkplätze. Nun bekamen sie die Antwort: Alle Berufungen wurden als unbegründet abgewiesen!

Stadtsenat hat keinen Einfluss
In der Begründung erläutert der Stadtsenat, dass er auf gesetzeswidrige Bebauungspläne und Rechtsrichtigkeit gar keinen Einfluss hat. Und so zerpflückte der Stadtsenat die Berufungen:

Lärmbelästigung:
Da das Baugrundstück als „Sondergebiet des Baulandes - Seelsorgeeinrichtung“ gewidmet ist, ist es für Bauten vorgesehen, in denen gesungen, musiziert oder Ähnliches wird.

Geschoßanzahl:
Der Zubau, der aufgestockt werden soll, ist Teil des Hauptgebäudes. Und da bei diesem der Boden des untersten Geschoßes ein paar Zentimeter unter dem Niveau des angrenzenden Geländes situiert ist, gilt es als „Keller“ und nicht als Geschoß

Autoparkplätze:
Auf die Errichtung einer ausreichenden Anzahl an Stellplätzen steht Nachbarn kein subjektives Recht zu. 

Störung des Ortsbildes:
Da haben Nachbarn generell kein Mitspracherecht, wenn das Ortsbild durch ein bestimmtes Bauvorhaben beeinträchtigt wird.

Letzte Frist
Jetzt können die Anrainer bis 21. Mai noch eine Beschwerde beim Landesverwaltungsgericht einbringen.

Johann Haginger/Kronen Zeitung

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.