So, 22. Juli 2018

Drama um Französin

09.05.2018 14:07

Bei Notruf ausgelacht - an Herzinfarkt gestorben

In Frankreich hat der wohl vermeidbare Tod einer jungen Frau große Empörung ausgelöst: Die 22-Jährige starb, nachdem sie den Notruf gewählt hatte und dort nicht ernst genommen wurde. Gesundheitsministerin Agnes Buzyn zeigte sich am Dienstagabend per Twitter „zutiefst betroffen“. Sie gab an, Ermittlungen zu den „gravierenden Fehlern“ des Notdienstes angeordnet zu haben.

Naomi Musenga hatte Ende Dezember wegen starker Bauchschmerzen den Notruf gewählt, wie französische Medien jetzt berichteten. Auf der dreiminütigen Aufzeichnung ist zu hören, wie Musenga starke Schmerzen beklagt und sich sorgt, dass sie sterben könnte.

Telefonistin: „Natürlich wirst du irgendwann sterben, wie alle anderen auch“
Am anderen Ende der Leitung antwortet eine Frau: „Natürlich wirst du irgendwann sterben, wie alle anderen auch.“ Außerdem ist zu hören, wie sie sich mit einem Kollegen über Musengas Anruf amüsiert. Sie rät der jungen Frau, sich über einen kostenpflichtigen Notdienst einen Arzt nach Hause zu bestellen.

Fünf Stunden später rief Musenga erneut an, dann wurde sie endlich von einem Notarzt ins Krankenhaus gebracht. Wenig später erlitt sie einen Herzinfarkt und starb. Einem Bericht der französischen Tageszeitung „Le Monde“ zufolge ergab eine Autopsie, dass multiples Organversagen der Grund für ihren Tod war. Der Fall befeuerte die Debatte über das französische Gesundheitswesen. Schon seit Wochen beklagen Ärzte und Krankenpfleger, dass es zu wenig Personal und Ressourcen gebe.

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