Leider keine gute Nachricht für Familie Allmann: Sie muss tatsächlich für die Fernwärmeheizung aufkommen, die nie gewünscht war und die auch nicht mehr verwendet wird. "Ich habe mich genau erkundigt: Die Verträge sind offenbar wasserdicht", berichtet der Imster Bürgermeister Gebhard Mantl, der eine gütliche Einigung angestrebt hat.
Zur Vorgeschichte: Familie Allmann will mit Hilfe eines Kachelofens und einer Strom- und Gasheizung die monatlichen Heizkosten senken. Diese betragen für die 75-Quadratmeter-Wohnung in einem Mehrparteienhaus der "Neuen Heimat" (NHT) rund 45 Euro pro Monat. Versorgt wird die Anlage mit Fernwärme. Der Plan war, diese nicht mehr in Anspruch zu nehmen und ausschließlich mit Strom, Gas und dem Kachelofen zu heizen.
Doch diesem Vorhaben macht die "Neue Heimat" einen Strich durch die Rechnung: "Wir können eine Teilkündigung nicht akzeptieren, weil dann die auflaufenden Kosten von den anderen Parteien übernommen werden müssten", erklärt Neue-Heimat-Chef Klaus Lugger.
Die Grundkosten (ca. 200 € jährlich) müssten bezahlt werden, auch wenn die Fernwärme nicht in Anspruch genommen wird.
Stromheizung war teuer
Die Umrüstung sei gerade deshalb erfolgt, weil das Haus früher mit Strom beheizt wurde und dies enorm teuer war. "Jetzt haben wir Kosten von 56 Cent pro Quadratmeter. Zum Vergleich: Der Schnitt unserer 8.000 Wohnungen beträgt 50 Cent", erklärt Lugger.
von Philipp Neuner, Tiroler Krone








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