10.11.2009 15:43 |

Sulm-Kraftwerk

Bei Realisierung droht Österreich EU-Millionenklage

Das seit nunmehr zehn Jahren umfehdete Projekt Kraftwerksbau an der Schwarzen Sulm bei Schwanberg (Bezirk Deutschlandsberg) geht in die heiße Phase. Die Europäische Union hält den Bau der Anlage für gesetzwidrig. Nun muss der Bund über die wasserrechtliche Genehmigung entscheiden - und wird das dieser Tage tun.
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Das Urteil durch das Lebensministerium unmittelbar bevor. Grund genug für die Projektgegner, ein letztes Mal gegen die Verbauung des einzigartigen Flussjuwels (Bild) mobilzumachen.

Gegner: "Beispielloser Umweltskandal"
"Es wäre ein beispielloser Umweltskandal, würde die Anlage in dem Natura-2000-Gebiet gebaut! Immerhin zählt die Schwarze Sulm zu den letzten fünf intakten Flüssen Österreichs. Falls das Kraftwerk genehmigt wird, droht uns eine EU-Klage mit Strafzahlungen in Millionenhöhe", appelliert Arno Mohl vom WWF an Minister Berlakovich.

Befürworter: "Beste Chance zur CO2-Reduktion"
Die Befürworter bleiben jedoch dabei: Die Nutzung der nachhaltigen Stromproduktion aus Wasserkraft sei Österreichs beste Chance zur Reduktion der CO2-Emissionen und zur Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien aus inländischen Ressourcen.

Bereits 2007 war von der EU ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Republik Österreich eingeleitet und ein Kraftwerksbau in dem sensiblen weststeirischen Gebiet als EU-gesetzwidrig beurteilt worden.

von Barbara Winkler ("Steirerkrone") und steirerkrone.at

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