Pause? Denkste!

Acht Sturm-Spieler für Nationalteams im Einsatz

Steiermark
10.11.2009 11:21
Nach dem 0:1 bei Austria Wien am Sonntag gibt's für Sturm vor dem brutalen Herbstfinish (sieben Spiele in 26 Tagen) nun 13 Tage Länderspielpause - normalerweise ideal zum Aufladen der ausgebrannten Akkus. Denkste! Gleich acht Mann der Foda-Truppe sind bei den Nationalteams: Gratzei, Jantscher, Hölzl, Beichler beim A-Team, Bukva und Klem bei der U21, Muratovic trifft mit Bosnien auf Portugal, Schildenfeld feiert Kroatien-Debüt gegen Liechtenstein.

Nach dem 0:1 bei Austria haderte Franco Foda mit dem fehlenden Killerinstikt: "Wir hatten zwei Riesenchancen. Die von Lavric muss einfach ein Tor sein." Hätte der Slowene seinen Sitzer genützt, hätte das wohl Dani Beichlers Frust über seine Joker-Rolle (vor Augen der internationalen Talentesucher) etwas gedämpft.

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Foda-Beichler-Aussprache steht an
"Beichler war angeschlagen, auch wenn er das anders interpretiert hat", sagt Foda, "über seine Aussagen werden wir noch reden." Die Kritik des 21-Jährigen verbucht der Coach aber unter "jung und ehrgeizig". Am Montag empfahl er Teamchef Constantini, Beichler nicht wie geplant, für die harte Doppelschicht der U21 in Albanien und gegen Aserbaidschan abzustellen, sondern ihn ab Mittwoch in den A-Kader gegen Spanien (Match am 18. November) zu holen - weil Beichler eben angeschlagen war.

Verständnis für Constantini
Kritik von Rapid-Coach Pacult über die lange Abstellung der vielbelasteten Leistungsträger kann Foda als ebenfalls "Leidtragender" nachvollziehen - er teilt sie aber nicht laut: "Ich verstehe auch Constantini, der sein Team gut auf Europameister Spanien vorbereiten will."

Schildenfeld-Debüt
Neben Samir Muratovic, der am Samstag im WM-Play-off in Lissabon auf das Team von Cristiano Ronaldo trifft, muss Foda mit Gordon Schildenfeld nun einen zweiten Legionär abstellen: Am Samstag in Vinkovci ist der 24-Jährige (bisher einmal im U 21-Team) im Test gegen Liechtenstein erstmals im kroatischen A-Team. Dass Teamchef Bilic nach Raufhandel vorm letzten Länderspiel die Verteidiger Simunic (Hoffenheim) und Krizanic (Petersburg) rauswarf, wurde für Gordon zum Glücksfall.

von Volker Silli, "Steirerkrone"

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