"So ein Elektro-Scooter hat eigentlich nur Vorteile. Jetzt müssen wir nur noch die Jugend davon überzeugen", sind sich der Grüne Tiroler Klubobmann Georg Willi und Gemeinderätin Sonja Pitscheider aus Innsbruck einig. Am besten im Rahmen des Mopedführerscheins – daher haben die Grünen bereits Kontakt mit den Tiroler Fahrschulen aufgenommen.
"Ein Gespräch mit Bundesrätin Elisabeth Greiderer, der Vorsitzenden des Fachverbandes der Fahrschulen in der Wirtschaftskammer Tirol, hat nun auch erste Früchte getragen", erklären die beiden grünen Politiker im Gespräch mit der "Tiroler Krone".
Kein Nachtfahrverbot
Der Elektro-Scooter hat gegenüber dem herkömmlichen Benzin-Moped tatsächlich viele Vorteile. "Das wichtigste aus Sicht der Jugendlichen ist sicher, dass ein Elektro-Scooter in Zukunft vom derzeit bestehenden Nachtfahrverbot für Mopeds ausgenommen werden muss. Die Mopeds dürfen – weil sie ja so laut sind – in der Nacht nicht benutzt werden", erklärt Willi.
Gemeinderätin Pitscheider hat bereits einen diesbezüglichen Prüfantrag im Innsbrucker Gemeinderat eingebracht – und der wurde angenommen. "Es gibt keinen objektiven Grund, Elektro-Scooter einem Nachtfahrverbot zu unterwerfen", so Pitscheider.
Verbrauch kostet nur einen Bruchteil
Auch Umweltaspekt (keine Schadstoffe) und niedriger Verbrauch sprechen eindeutig für den Elektro-Roller: Der Scooter benötigt für 100 Kilometer Strom um 60 bis 70 Cent; ein normales Moped braucht für die selbe Strecke Benzin für knapp fünf Euro.
Scooter-Förderung
Einziger Haken: Die Anschaffungskosten. Ein Moped ist in der Anschaffung derzeit noch um einiges billiger als ein umweltfreundliches Elektro-Modell. "Doch wir werden im Landtag mittels Antrag ein Fördermodell für Elektro-Scooter fordern, das es in vielen anderen Bundesländern bereits gibt. Statt Verschrottungsprämien soll es Unterstützung für Zukunftstechnologien geben", so Georg Willi.
von Markus Gassler, Tiroler Krone











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