Der Imster flog auf, weil Mütter am Dienstag beobachtet hatten, wie er Buben ansprach und mit ihnen am WC im Sillpark verschwand. Sie alarmierten die Polizei, die aber den Missbrauch an einem Siebenjährigen nicht mehr verhindern konnte. Außerdem soll sich der Mann unmittelbar zuvor an einem anderen Buben vergangen haben.
"Das hat er uns gestanden, den Betroffenen, der auch deutlich unter zehn war, suchen wir aber noch", so Ermittler Franz Bernsteiner.
"Wir gehen von vielen Opfern aus"
Der mutmaßliche Sexualtäter erzählte den Beamten auch, dass er in den vergangenen Jahren häufig Buben missbraucht habe. "Bei uns wurde zwar nichts angezeigt, wir gehen aber davon aus, dass es viele weitere Opfer des Imsters gibt." Nach dem Aufruf in den Medien am Freitag meldete sich am Samstag die Mutter eines möglichen Opfers.
Dass es "erst" eine war, ist für Bernsteiner nicht ungewöhnlich: "Das ist ein sehr sensibles Thema, das mit den betroffenen Kindern behutsam besprochen werden muss." Er rechnet damit, dass sich in den kommenden Tagen weitere melden werden. Außerdem überlegt man, ob man nicht in der nächsten Woche ein Foto des mutmaßlichen Täters veröffentlichen soll: "Das müssen wir aber erst mit der Staatsanwaltschaft klären."
Die Polizei bittet unter der Telefonnummer 059133/753333 um weitere Hinweise.
von Stefan Ruef, Tiroler Krone
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