Di, 16. Oktober 2018

Nach 2 Wochen Fahrzeit

27.04.2018 14:02

Premiere in Wien: Güterzug aus China eingetroffen

Der erste direkte Güterzug zwischen China und Österreich, der vor zwei Wochen anlässlich des mehrtägigen Besuchs der österreichischen Staatsspitze aus der Metropole Chengdu in der Provinz Sichuan abgefahren war, ist am Freitag in Wien eingetroffen. Nach 9800 Kilometern und einer Fahrzeit von 14 Tagen und zwei Stunden wurde der mit 44 Containern beladene Zug von Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) und ÖBB-Chef Andreas Matthä feierlich empfangen.

In den Containern befanden sich unter anderem elektronische Bauteile, LED-Lampen und Schlafsäcke. Auf der sogenannten Seidenstraße will die ÖBB-Frachttochter Rail Cargo Group nach eigenen Angaben heuer 400 bis 600 Züge rollen lassen.

Schramböck: „Andere setzen auf Protektionismus, wir auf Partnerschaft“
„Für die Profitabilität der Güterverkehrsunternehmen sind solche Langstrecken ähnlich wie im Flugverkehr ganz wichtig“, meinte Matthä. Die Fahrzeit soll sich laut Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) dank eines Vertrags mit dem Transitland Russland in Zukunft auf zehn Tage verringern. Wirtschaftsministerin Schramböck meinte: „Andere setzen auf Protektionismus und Isolation, wir auf Partnerschaft und Vernetzung. Wahrhaft siegt, wer nicht kämpft.“

Der Transport von Gütern auf dieser Strecke auf dem Seeweg dauert ÖBB-Angaben zufolge vier Wochen länger. Die Zugverbindung wird auch als Riesenchance für die österreichische Exportwirtschaft gesehen. Bis 2020 soll die Zugfrequenz zwischen China und Europa auf circa 2000 pro Jahr gesteigert werden. Derzeit liegt sie etwa bei der Hälfte.

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