Mo, 20. August 2018

Zuhause gefesselt:

12.03.2018 08:01

Räuber hielten Landwirt eine Stunde als Geisel

Einen gehörigen Schrecken hat Sonntagfrüh ein Landwirt in Prambachkirchen erlitten, als er in seinem Bauernhaus plötzlich zwei Maskierten gegenüber stand. Die mit Montiereisen bewaffneten Räuber bedrohten und fesselten den 83-Jährigen. Eine Stunde lang durchsuchten sie sein Haus, flüchteten dann mit nur geringer Beute.

Der Überfall begann gegen 7 Uhr früh, zu dem Zeitpunkt war es bereits hell. „Zwei mit Sturmhauben vermummte Täter haben eine Nebeneingangstür zum Hof aufgebrochen, der Besitzer hat das aber nicht gehört“, sagt Polizeisprecher Fritz Stadlmair. Franz R. (83) hielt sich noch im Obergeschoß auf. Als er kurz darauf ins Erdgeschoß kam, traf er im Vorraum plötzlich auf die zwei Maskierten. „Sie haben ihn mit 50 Zentimeter langen Montiereisen bedroht, an den Oberarmen gepackt und in einen Wohnraum gedrängt, wo sie ihn mit Strohballen-Schnüren an Händen und Füßen gefesselt haben“, so Stadlmair.
„Tresore, Tresore“, herrschten die Gangster ihr Opfer an und bedrohten es weiter mit ihren Eisenwaffen.

Pistole und Bargeld
R. kam der Forderung aber nicht nach. „Einer der Täter hat den Rentner daraufhin bewacht, während sein Komplize sämtliche Laden und Kästen im Haus durchsucht hat“, erklärt der Polizeisprecher. Die Beute dürfte dennoch nicht allzu üppig ausgefallen sein. Die Kriminellen fanden nur etwa 200 Euro sowie eine Faustfeuerwaffe der Marke Luger CZ 75 Kaliber 9 mm. Stadlmair: „Der Überfall hat ungefähr eine Stunde gedauert, die Maskierten sind dann in unbekannter Richtung geflüchtet.“

Selbst befreit
Gegen 8.45 Uhr konnte R. sich schließlich selbst befreien und die Polizei alarmieren. Der 83-Jährige blieb körperlich unversehrt, erlitt aber einen Schock.
Einer der Täter soll 190 cm groß und schlank sein, sein Komplize etwa 175 cm groß und untersetzt. Laut R. dürften die Räuber entweder italienisch oder rumänisch gesprochen haben.

Jürgen Pachner
Jürgen Pachner

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