11.03.2018 12:50 |

Messerangriffe in Wien

Jafar S. saß zwei Mal wegen Drogendelikten ein

Nachdem am Freitag bekannt geworden war, dass Jafar S., dem die beiden Messerattacken vom Mittwochabend in Wien-Leopoldstadt mit vier Verletzten zur Last gelegt werden, im Jahr 2017 mehrere Monate in Klagenfurt in einem Gefängnis gesessen war, steht nun fest: Der 23-jährige Afghane war bereits 2016 verurteilt worden und im Gefängnis gesessen - ebenfalls wegen Drogenhandels. Damals fasste er drei Monate bedingte Haft aus. 

Am Freitag hatte die Polizei bestätigt, dass sich der Mann von August bis Dezember 2017 wegen Drogenhandels in Klagenfurt in Strafhaft befunden hatte. Seit damals habe er sich eigenen Angaben zufolge in „szenetypischen Gegenden“ aufgehalten, sagte Polizeisprecher Harald Sörös. Die Polizei selbst habe weder Einfluss auf eine Haftentlassung noch auf ein Asylverfahren, erklärte Sörös. Eine Haftentlassung ist Angelegenheit der Justiz, für Asylverfahren ist das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl zuständig.

Blutige Messerattacken
Der 23-Jährige hat am Mittwoch in der Praterstraße zunächst ein Ehepaar und dessen Tochter durch Messerstiche lebensbedrohende Verletzungen zugefügt und kurz danach auf dem Praterstern einen Landsmann attackiert. Den hatte der 2015 als Flüchtling nach Österreich gekommene Asylwerber für seine Drogensucht verantwortlich gemacht. Jafar S. wurde am Freitagabend in eine Justizanstalt überstellt. Demnächst wird über die Verhängung der U-Haft entschieden.

Opfer außer Lebensgefahr
Erfreuliche Nachrichten gab es am Freitag aus dem Krankenhaus: Auch das vierte Opfer des mutmaßlichen Messerattentäters befindet sichmittlerweile nicht mehr in Lebensgefahr und in einem stabilen Zustand.

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