Do, 21. Juni 2018

Vom Aussterben bedroht

26.02.2018 11:24

Internationaler Eisbärentag im Zoo Schönbrunn

Passend zur Kältewelle findet am Dienstag der Internationale Eisbärentag statt. Der Tiergarten Schönbrunn in Wien nimmt den Tag zum Anlass, um auf die Situation der Eisbären im Freiland aufmerksam zu machen. Zoopädagogen informieren über die Bedrohung der Tiere und die Problematik der Klimaveränderung.

"In der Arktis leben laut letzter Zählungen und Hochrechnungen nur noch zwischen 16.000 und 20.000 Eisbären. Das Problem ist, dass es immer weniger Packeis gibt. Das Eis taut früher und kommt erst später wieder zurück. Die Eisbären haben damit eine viel längere Hungerzeit, weil sie die Packeisflächen zum Jagen der Robben brauchen", erklärte Harald Schwammer, der Zoologische Leiter des Tiergartens.

Schönbrunn unterstützt Eisbären-Rettung
Ins Leben gerufen wurde der Welteisbärentag von der Organisation Polar Bears International (PBI), einer der größten Initiativen zur Rettung der weißen Riesen. PBI erforscht die Lebensweise der Eisbären in ihrer Heimat und die Einflüsse der Erderwärmung auf ihre Wanderrouten. Dafür werden Eisbären mit Sendern ausgestattet. Die auf diese Weise gewonnenen Daten geben Aufschluss darüber, wo die Tiere leben, jagen und ihre Jungtiere aufziehen. Der Tiergarten Schönbrunn unterstützt diese Forschungsarbeit seit Jahren. Schwammer ist auch im wissenschaftlichen Beirat von PBI tätig.

"Wir hoffen natürlich auf Nachwuchs"
In Schönbrunn leben seit der Eröffnung der neuen Eisbärenwelt im Jahr 2014 die beiden Eisbären "Lynn" und "Ranzo" sowie seit Dezember 2017 das Weibchen "Nora". "Lynn" wird Anfang März in den Zoo Kopenhagen übersiedeln. "Gefährdete Tierarten wie die Eisbären werden im Rahmen eines Europäischen Erhaltungszuchtprogramms gehalten. Der Zuchtbuchführer und sein Komitee haben entschieden, dass 'Lynn' nach Kopenhagen kommen soll. 'Ranzo' und 'Nora' sollen unser künftiges Zuchtpärchen sein, bei dem wir natürlich auf Nachwuchs hoffen", erläuterte Schwammer.

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