Mo, 20. August 2018

Rücktrittsreif!

06.02.2018 06:30

Blau-Weiß-Vorstand hilft Rapid-Chaoten

Der Rechtsvorstand von Zweitliga-Schlusslicht Blau Weiß Linz gehört dem dreiköpfigen Anwaltsteam der „Rechtshilfe Rapid“ an.  Wer sich auf diese Art für die dem Image des Fußballs schadenden Chaoten einsetzt ist rücktrittsreif. 

Lass Datenträger aller Art am Spieltag nach Möglichkeit zu Hause, vor allem dein Handy oder Smartphone. Solltest du nämlich verhaftet werden, hat die Polizei leichten Zugang zu deinen Fotos, E-Mails, SMS, Kontakten und Terminen. Und sie benötigt dafür auch keinen Durchsuchungsbefehl.“

Vermummte Hohlköpfe
So ein Tipp der „Rechtshilfe Rapid“. Einer „Solidargemeinschaft von Fans für Fans“, wie die Homepage rechtshilfe-rapid.at verrät. Die damit offenbar weniger für 08/15-Daumendrücker gefragt ist als für jene Fan-Idioten mit teils vermummten Hohlköpfen, die am Sonntag den Schlager gegen die Austria wieder einmal zu einem Skandalderby gemacht haben.

„Pyro ist Teil der Fankultur!“
So weit, so schlecht. Auch für den FC Blau-Weiß Linz. Für den es alles andere als ein Renommier ist, dass mit Manfred Arthofer der Rechtsvorstand der Linzer dem dreiköpfigen Anwaltsteam der „Rechtshilfe Rapid“ angehört. Zu deren Feindbildern laut Homepage Polizei und Medien zählen dürften. Und die unter dem Untertitel „When Saturday comes – und die Polizei wartet“ nicht nur Tipps wie den eingangs erwähnten gibt. Betreffend des Brandthemas Pyrotechnik wird etwa zwar das gesetzliche Verbot bzw. der Strafrahmen angeführt, jedoch auch der Satz: „Pyro ist Teil der Fankultur!“

Strafe von 6500 €
Was die Problem-Fans der Linzer im Herbst beim Derby gegen Ried ähnlich sahen. Weshalb die Liga den finanziell nicht wirklich gut gepolsterten Klub des Herrn Strafverteidigers danach zu einer Strafe von 6500 € verdonnert hat. Während seinem (Wiener) Verein nun sogar Geisterspiele drohen.

Schaden für Image
Doch powidl, was bei Rapid rauskommt: Wer sich auf diese Art für die dem Image des Fußballs schadenden Hohlköpfe einsetzt, mag zwar als Anwalt viel zu tun haben, sollte aber als Vorstand in einem Verein nichts mehr zu tun haben, ist doch beides miteinander unvereinbar! Deshalb, Herr Arthofer: Bitte zurücktreten!

Kommentar von Georg Leblhuber, Kronen Zeitung

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