Sa, 21. Juli 2018

Anklage noch unsicher

05.02.2018 06:51

Nach Drohung in Schule werden noch Zeugen befragt

Vor vier Monaten hatten in der Welser HTBLA zwei Schüler für enorme Aufregung gesorgt: Wie berichtet, hatten sie mit einem Amoklauf gedroht und sollen sogar eine Todesliste geführt haben. Ob die beiden Jugendlichen aber angeklagt werden, ist noch unklar. Staatsanwaltschaftssprecher Philip Christl erklärt, warum.

Krone: Der Vorfall hat sich Mitte Oktober des Vorjahres in Wels ereignet, wird jetzt aber von der Linzer Staatsanwaltschaft bearbeitet?
Philip Christl: Weil der Akt von der Welser Staatsanwaltschaft an uns nach Linz abgetreten worden ist.

Krone: Zwei Schülern der Welser HTBLA für Chemie und Ingenieurwesen – 17 und 18 Jahre alt – wird vorgeworfen, einen Amoklauf in ihrer Klasse geplant zu haben. Ist schon geklärt, ob die beiden deswegen angeklagt werden?
Philip Christl: Nein, das ist derzeit noch offen. Es sind dazu noch ergänzende Erhebungen notwendig, die derzeit durchgeführt werden.

Krone: Was genau muss noch erhoben werden, ehe eine Entscheidung über eine Anklage fallen kann?
Philip Christl: Es sind noch einige Zeugenbefragungen in der Schule erforderlich.

Krone: Ist der Sachverhalt also nicht so eindeutig, obwohl die Klassenkameraden der beiden schwer geschockt waren und psychologisch betreut werden mussten?
Philip Christl: Das ist nicht so einfach. Es muss geklärt werden, wie konkret die Drohung überhaupt war. Es macht einen großen Unterschied, ob die beiden Verdächtigen nur so untereinander darüber geplaudert haben und das zufällig wer aufgeschnappt hat, ob ob sie Personen direkt damit bedroht haben.

Johann Haginger/Kronen Zeitung

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