Mo, 24. September 2018

VP-Politiker im Visier

03.02.2018 07:23

Kindesmissbrauch: Wieso blieben Behörden untätig?

Schlamperei, politischer Druck oder Ignoranz? Warum blieben die Behörden im Fall des Stadtrats aus dem Bezirk Gänserndorf in Niederösterreich so lange untätig? Der Mann (38) soll über Jahre Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht haben. Hinweise gab es schon länger.

Bereits 2014 beschwerten sich Nachbarn über Lärm aus der Wohnung des Ex-ÖVP-Politikers und dass dort ständig Jugendliche ein- und ausgehen. "Meine Mandanten waren zweimal bei der Polizei, um ihren Sohn abgängig zu melden", sagt Top-Anwalt Johannes Bügler, der die Familie eines Opfers vertritt.

"Dieses Versagen wird im Prozess zu klären sein"
Doch die Exekutive wimmelte die Eltern nur ab. Warum? Dazu verweigert die Landespolizeidirektion Niederösterreich der "Krone" jede Stellungnahme. Bügler: "Dieses Versagen wird im Strafprozess zu klären sein."

Der Bürgermeister des Ortes gibt sich wortkarg: "Der Stadtrat hat sich immer viel um Jugendliche gekümmert, das stimmt. Und er hat sich leider zu wenig abgegrenzt." Was der Ortschef mit "zu wenig abgegrenzt" meint, will er auf Nachfrage nicht beantworten. Dem mutmaßlichen Kinderschänder drohen bis zu zehn Jahre Haft.

Alex Schönherr und Patrick Huber, Kronen Zeitung

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