SV Ried - Sturm Graz 1:2
Sturm Graz hat mit dem Sieg im Innviertel seinen starken Saisonstart fortgesetzt, schloss damit zum Führungsduo auf und liegt mit zwölf Punkten einen Zähler hinter Red Bull Salzburg und Austria, hat aber ein Spiel weniger ausgetragen.
Sturm-Trainer Franco Foda vertraute auf jene Elf, die am Donnerstag in der Ukraine den Aufstieg geschafft hat. Und die Grazer setzten die starke Leistung fort, auch wenn sie sich gegen die Rieder schwertaten. In einer ausgeglichenen Anfangsphase hatten Hölzl (14.) bzw. Salihi per Kopf nach einer Schrammel-Flanke (15.) Chancen auf beiden Seiten, in der 34. Minute sorgte Samir Muratovic nach einer langen Ballstafette der Grazer für die Führung der Gäste. Der Bosnier zog aus rund 18 Metern ab und traf mit seinem Flachschuss genau ins Eck.
Kurz nach Wiederanpfiff gelang den Riedern allerdings der Ausgleich. Stefan Lexa spielte einen Freistoß von der Toroutlinie in den Rücken der Abwehr zu Kapitän Herwig Drechsel, der am Elfer wartete und direkt zum 1:1 einschoss (52.). Doch die Grazer blieben spielbestimmend, erhöhten das Tempo und kamen in der Schlussphase noch zum verdienten Sieg.
Bukva in Schlussphase Goldtorschütze
Haris Bukva sicherte den Grazern mit seinem ersten Liga-Treffer im Sturm-Dress drei Punkte. Der 21-Jährige verwertete in der 86. Minute eine Flanke von Martin Ehrenreich per Kopf zum Endstand. Foda bewies dabei eine glückliche Hand: Ehrenreich war vier Minuten vor dem Tor eingewechselt worden, Bukva drei Minuten davor.
Sturm beendete damit nicht nur die stolze Heimserie der Innviertler, sondern auch die eigene schwarze Serie in Ried. Aus den jüngsten neun Spielen davor hatten die Steirer nur einen einzigen Punkt geholt, der bis Sonntag letzte Erfolg datierte vom 6. Oktober 2002.
Dabei war die LASK-Offensive zu Beginn ordentlich ins Stocken geraten. Die Linzer ließen vorerst jene Dominanz vermissen, die sie etwa gegen Kapfenberg oder Mattersburg ausgezeichnet hatte, gingen aber mit ihrer ersten gefährlichen Offensiv-Aktion in Führung. Ein Pressball von Prager landete bei Wallner, der ideal auf Mayrleb spielte, und der 37-Jährige musste das Spielgerät in der 16. Minute nur noch aus kurzer Distanz über die Linie befördern. Für den Dauerbrenner war es der sechste Treffer im sechsten Saison-Meisterschaftsspiel, womit er die alleinige Führung in der Torschützenliste übernahm.
Es folgten relativ ereignislose Minuten bis zur Pause, ehe die Partie nach dem Seitenwechsel Fahrt aufnahm - vor allem dank einer Steigerung des LASK, dem in der 51. Minute die neuerliche Führung gelang. Nach einem schnellen Gegenzug konnte Neustadt-Keeper Fornezzi einen Schuss von Bichelhuber nur kurz abwehren und das Spielgerät kam über Umwege zu Majabvi, der mit einem trockenen Schuss auf 2:1 stellte und über seinen ersten Bundesliga-Treffer jubeln durfte.
Doppelpack von Roman Wallner
Für das 3:1 sorgte Kapitän Wallner, der in der 66. Minute nach Idealvorlage von Bichelhuber aus kurzer Distanz erfolgreich war. Dann setzten die Niederösterreicher alles auf eine Karte, hatten bei einer Freistoßflanke von Grünwald an die Stange (70.) Pech und schöpften in der 71. Minute noch einmal Hoffnung, als Johana nach einem Eckball von Grünwald per Kopf zur Stelle war. Wenige Sekunden später jedoch machte Wallner alles klar, und das auf spektakuläre Art und Weise. Der Steirer ließ Fornezzi mit einem Flug-Volley nach Flanke von Saurer keine Chance und schoss das 19. Tor des LASK in sechs Saisonpartien.
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