Rapid hatte gegen den sehr defensiv agierenden Gegner dennoch lange einen schweren Stand. Vor dem Führungstreffer durch Hofmann in der 33. Minute waren die Hütteldorfer trotz drückender Überlegenheit ausschließlich durch Einzelaktionen gefährlich gewesen. So scheiterte Dober in der 12. Minute aus spitzem Winkel an Bishani, fünf Minuten später versuchte Hofmann, den Gäste-Schlussmann mit einem Distanzschuss aufs kurze Eck zu überlisten, zog den Ball aber knapp über das Tor.
Drazan-Einwechslung bringt Feuer ins Spiel
Rapid-Trainer Pacult, der in der Innenverteidigung das eingespielte Duo Patocka/Eder dem Neuzugang Jovanovic vorgezogen hatte, reagierte bereits nach einer halben Stunde und brachte Flügelflitzer Drazan für Pehlivan, der im defensiven Mittelfeld ziemlich unterbeschäftigt gewesen war. Der Wechsel zahlte sich aus, Drazan brachte auf der linken Flanke einigen Schwung ins Rapid-Spiel.
Elfer nach Foul an Maierhofer
In der Schlussphase der ersten Hälfte vergaben Patocka (37.) und Maierhofer (43.) gute Kopfballmöglichkeiten, Hoffer (36.) rutschte an einer Drazan-Hereingabe nur knapp vorbei. Für den Führungstreffer brauchte es dennoch einen Elfmeter. Schkodra-Innenverteidiger Mrvaljevic riss Maierhofer nach einer Flanke von Katzer im Sechzehner nieder, den Strafstoß verwandelte Kapitän Hofmann (33.) ohne Probleme.
Völlig harmlose Albaner
Die Gäste waren vor allem in der ersten Hälfte mit dem Verteidigen des eigenen Tors vollkommen ausgelastet. Ohne den rotgesperrten Kapitän Sinani strahlten die Albaner kaum Torgefahr aus. Einen Weitschuss von Kasapi (36.) entschärfte Rapid-Goalie Payer. Nach dem Seitenwechsel versuchte Schkodra, mehr für das Spiel zu tun, blieb aber weiter ungefährlich. Einzig in der 74. Minute tauchte Balaj plötzlich alleine vor Payer auf, er schob den Ball im Nachschuss jedoch am Tor vorbei. Aufseiten Rapids vergaben Kavlak (54.) und Hoffer nach Drazan-Querpass (60.) gute Gelegenheiten.
Riesenfinish der Hütteldorfer
Jelavic sorgte letztlich endgültig für klare Verhältnisse. In der 68. und 73. Minute war er jeweils per Kopf nach Flanken von Dober und Hofmann erfolgreich. In der Schlussphase erspielten sich die Hütteldorfer sogar noch einen Kantersieg. Trimmel (83.) nach einem schönen Dribbling und Hoffer (85.) erhöhten auf 5:0.
SK Rapid Wien - Vllaznia Schkodra 5:0 (1:0)
Wien, Gerhard-Hanappi-Stadion, 13.300, SR Wladislaw Besborodow (RUS)
Tore: Hofmann (33.,Elfmeter), Jelavic (68, 73.), Trimmel (83.), Hoffer (85.)
Gelbe Karten: Drazan bzw. keine
Rapid: Payer - Dober, Eder, Patocka, Katzer - Hofmann, Heikkinen, Pehlivan (29. Drazan), Kavlak (74. Trimmel) - Hoffer, Maierhofer (51. Jelavic)
Schkodra: Bishani - Osja, Beqiri, Mrvaljevic, Hallaci - Smajlaj, Kasapi (77. Vajushi), Nallbani, Belisha, Nika - Balaj (86. Basic)
Stimme zum Spiel
Peter Pacult (Rapid-Trainer): "Gratulation und ein Kompliment an die Mannschaft. Sie hat beherzigt, was vorher gesagt worden ist und neunzig Minuten gespielt. Die drei Wechsel waren nicht unglücklich, sie sind aufgegangen. Der betriebene Aufwand heute war aber enorm. Der Vorteil ist nun aber, dass wir in Albanien nicht mehr Vollgas geben müssen."
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