Ägyptens Verbandsboss Samir Zahir verteidigte seine Kicker. "Ich denke, dass sie das behaupten, um die Aufmerksamkeit von der Hauptsache - nämlich der Sicherheit - abzulenken und nun versuchen, das Ganze in einen Skandal um die ägyptische Mannschaft umzumünzen." Ein Team-Sprecher hatte den Schaden auf Bargeld in Höhe von 2.400 Dollar beziffert. Anzeichen für ein gewaltsames Aufbrechen der Zimmertüren oder der Safes gibt es offenbar nicht. Dafür sollen Videoaufnahmen zeigen, dass mehrere attraktive junge Frauen in den Zimmern ein- und ausgegangen seien.
Überfall auf vier Sport-Touristen
Angeheizt wurde die Sicherheitsdebatte auch durch einen Überfall auf vier Sport-Touristen in Johannesburg. Vier Engländern, die für die Rugbytour der British Lions nach Südafrika gereist sind, wurde der Mietwagen sowie das gesamte Reisegepäck gestohlen. Zudem wurden sie von den mit Gewehren bewaffneten Tätern geschlagen. Das berichtete die Zeitung "Saturday Star". Die Opfer hatten sich nach ihrer Ankunft am Flughafen im Stadtzentrum verfahren und waren offensichtlich von den Tätern verfolgt worden. Im Nobel-Vorort Sandton kam es dann zum Überfall.
Keine Stellungnahme von der FIFA
Der Fußball-Weltverband FIFA und die südafrikanischen WM-Organisatoren wollten keine konkrete Stellungnahme abgeben. "Unser Fokus liegt auf dem Fußball", sagte OK-Sprecher Jermaine Craig am Samstag. "Wir wissen, dass Sicherheit ein wichtiges Thema ist. Die Polizei untersucht diese Angelegenheiten." Ähnlich äußerte sich FIFA-Medienchef Nicolas Maingot beim offiziellen täglichen Mediengespräch im Johannesburger Ellis Park. "Sicherheit ist für uns ein Schlüsselthema. Wir vertrauen den südafrikanischen Behörden für den Confed Cup und für die WM im kommenden Jahr."
Vor Turnierbeginn hatte FIFA-Präsident Joseph Blatter das Sicherheitsproblem in die Verantwortung des südafrikanischen Staates delegiert. Die Zusammenarbeit mit der neuen Regierung um Präsident Jacob Zuma sei vorbildlich, sagte Blatter. Vor dem Start des Confederations Cups hatte die südafrikanische Polizei offiziell erklärt, Touristen müssten nicht um ihre Sicherheit bangen. Im November 2007 hatte der Raubmord am früheren österreichischen Fußball-Profi Peter Burgstaller auf einem Golfplatz nahe Durban für weltweites Aufsehen gesorgt, da dort zeitgleich die Auslosung der WM-Qualifikationsgruppen stattgefunden hatte.
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