04.06.2009 13:27 |

"Haydn in der Wart"

Auch Oberwart gedenkt Haydns 200. Todestag

Auch Oberwart findet seinen Bezug zum Haydnjahr: Unter dem Titel "Haydn in der Wart" wird von Juni bis September 2009 ein mehrteiliges Kunstprojekt aufgeführt. Es beschäftigt sich mit der Vorstellung, Haydn sei in der Wart gewesen. Gleichzeitig stellt es auch die Eventkultur rund um verflossene Künstler infrage, erklärte Peter Wagner vom Entwicklungsteam am Donnerstag. Die Geschichte zu Haydns fiktiven Aufenthalten im Südburgenland stammt aus der Feder von Katharina Tiwald.

Man habe Fakten miteinander verknüpft und sei davon ausgegangen, dass der Komponist im Südburgenland gewesen sei, schilderte Tiwald. In der Geschichte wird etwa geschildert, dass eine Praktikantin im Landesarchiv Fetzen aus dem verbrannt geglaubten Archiv aus dem Schloss Rotenturm fand. Auch wird davon ausgegangen, es gebe eine unvollendete Oberwarter Sinfonie von Haydn, die nun komplettiert werden muss und im September dennoch wirklich zur Aufführung kommt.

Zwischen Realität und Fiktion
Das Projekt arbeitet auch mit der Spekulation, Haydn hätte die Orte Güssing, Rotenturm, Unterwart und Spitzzicken gekannt. Dementsprechend erwartet die Besucher eine Mischung aus Realität und Fiktion, Erkenntnis und Infragestellung. Am 13. Juni werden die drei Ausstellungen "Haydns Spuren in der Stadt Oberwart", "Haydn in der Wart - Die Oberwarter Sinfonie" und "Joseph Haydn oder die vielen Möglichkeiten, sich eine Perücke aufzusetzen" eröffnet.

Auch Tanz-Freunde kommen auf ihre Rechnung
Außerdem findet am 25. Juli ein Konzert der Schönfeldinger Spielmusik mit Bezug auf Haydns Volksmusik statt. Auch die Tanzbegeisterten unter den Besuchern sollen nicht zu kurz kommen: für sie gibt es am 5. September eine Tanzproduktion unter dem Motto "Sin(n)fonie". Den Abschluss bildet am 18. September die Uraufführung der Oberwarter Sinfonie, die unter anderem vom österreichischen Elektronik-Künstler Christian Fennesz komponiert wurde. Alle Ausstellungen sind bis 31. September in Oberwart zu sehen.

Eventkritisches Projekt
Als eventkritisches Projekt setze sich "Haydn in der Wart" in einer Ausstellung mit der "Perücke als Fetisch, der momentan sehr ausgeschlachtet wird" auseinander, erklärte Wagner. Durch das Haydn-Jahr würden sich viele mit etwas schmücken, für das sie nichts können.

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