Barcelona bemühte sich von Beginn an, Offensivakzente zu setzten. Die Londoner hielten aber erfolgreich dagegen und lauerten auf Konter. Ein Weitschuss von Barca-Mittelfeldmann Xavi in der 28. Minute, der das Tor von Peter Cech knapp verfehlte, war noch das Gefährlichste, was die Mannschaft von Guus Hiddink in der ersten halben Stunde zuließ.
Chelsea machte mit hohem läuferischem Aufwand die Räume eng, die Spanier vermochten das optische Übergewicht nicht in hochklassige Torchancen umzumünzen. Das einzige Mittel waren Distanzschüsse: Sturmspitze Thierry Henry zwang Cech so in der 34. Minute zu einer Glanztat, der Franzose hatte vom Sechzehner abgezogen.
Kapitaler Patzer von Marquez bleibt ohne Folgen
Ein Fehler von Rafael Marquez, der Chelsea-Stürmer Didier Drogba den Ball unfreiwillig auflegte, hätte in der 39. Minute beinahe das 0:1 bedeutet. Der Ivorer scheiterte jedoch von der Strafraumgrenze und im Nachschuss an Torhüter Victor Valdes. Danach kamen die Engländer ein wenig besser ins Spiel, Zählbares blieb aber aus. Ein von Cech entschärfter Iniesta-Weitschuss (45.) setzte den Schlusspunkt unter eine wenig berauschende erste Hälfte, in der die Spanier über zwei Drittel an Ballbesitz hatten.
Ballack vernebelt Kopfball-Chance
Michael Ballack hatte für Chelsea die erste Gelegenheit nach Wiederbeginn. Der Deutsche köpfelte jedoch nach Freistoß-Flanke von Drogba aus kurzer Distanz über das Tor. Barcelona-Verteidiger Marquez schied in der 51. Minute aus, der Mexikaner hatte sich ohne Fremdeinwirkung am Knie verletzt. Für ihn kam der überraschend nicht von Beginn an aufgebotene Carles Puyol ins Spiel.
Cech hält Chelsea im Spiel
Die Barcelona-Offensivabteilung um Lionel Messi kam auch nach der Pause nur langsam auf Touren. Der Argentinier versuchte es in der 60. Minute nach einer Ecke vergeblich mit einer Direktabnahme, Dani Alves prüfte Cech kurz darauf aus spitzem Winkel. Eine weitere Glanzparade von Cech nach einer schönen Einzelleistung von Samuel Eto'o in der 70. Minute verhinderte die aufgrund der Spielanteile längst verdiente Führung für die Katalanen.
Elferalarm um Henry
In der 74. Minute gab es Elfmeter-Alarm, Henry war von Bosingwa zu Boden gezogen worden, der Pfiff des deutschen Schiedsrichters Wolfgang Stark bleib jedoch aus. Auch während der Schlussoffensive endeten die Angriffe der Katalanen im dichten Abwehrriegel der Engländer, in der Nachspielzeit hatte der eingewechselte Bojan den Siegtreffer vor Augen, der Jungstar verfehlte per Kopf aus kürzester Distanz jedoch ebenso wie der gleichfalls eingewechselte Hleb.
FC Barcelona - Chelsea 0:0
Camp Nou, 96.000 Zuschauer (ausverkauft), SR Wolfgang Stark (GER)
Tore: Fehlanzeige!
Gelbe Karten: Toure, Puyol (im Rückspiel gesperrt) bzw. Alex, Ballack
Barcelona: Valdes - Daniel Alves, Pique, Marquez (52. Puyol), Abidal - Xavi, Toure, Iniesta - Messi, Eto'o (82. Bojan), Henry (87. Hleb)
Chelsea: Cech - Ivanovic, Terry, Alex, Bosingwa - Essien, Ballack (95. Anelka), Mikel, Lampard (71. Belletti), Malouda - Drogba
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