Ranieri dementierte allerdings etwaige Rücktrittsabsichten. "Ich werde nicht zurücktreten. Wir wollten das Cup-Finale erreichen, doch wir sind gescheitert. Wir müssen aber sofort reagieren", betonte Ranieri. Rückendeckung erhielt er von Clubpräsident Giovanni Cobolli Gigli.
Club-Führung stellt sich hinter Ranieri
"Ranieri wird auch in der kommenden Saison unser Trainer sein. Wir werden weder den Cup-, noch den Meistertitel holen, doch wir können die Saison auf Platz zwei der Tabelle abschließen", versicherte Cobolli Gigli. Derzeit liegt der Club von ÖFB-Teamtormann Alexander Manninger punktegleich mit dem AC Milan, aber bereits zehn Zähler hinter Tabellenführer Inter Mailand auf Rang drei.
Auslöser für das Gezeter der Fans war das Aus im Cup-Halbfinale gegen Lazio Rom. Die Hauptstädter hatten am Mittwochabend bei Juventus Turin mit 2:1 gesiegt und das Halbfinalduell mit dem Gesamtscore von 4:2 für sich entschieden. ÖFB-Teamtormann Alexander Manninger musste die Niederlage und schäbige Tiraden gegen Inter-Stürmer Mario Balotelli von der Bank aus erleben, er stand nach seiner Wadenverletzung Mitte März erstmals wieder im Kader der Ranieri-Elf.
Rassistische Ausfälle von Juve-Fans
Fast noch bitterer für Juventus war übrigens das Verhalten einiger Fans des italienischen Fußball-Rekordmeisters. Wie vor vier Tagen fielen sie wieder mit rassistischen Sprechchören gegen den dunkelhäutigen Inter-Mailand-Stürmer Mario Balotelli auf. Juve muss aufgrund des Vorfalls vom Wochenende übrigens das Spiel gegen Lecce am 3. Mai unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen.
Zur Ehrenrettung der Fans der "alten Dame" sei aber auch erwähnt, dass andere Zuschauer durch die Unterstützung der Kicker Edgar Davids, Clarence Seedorf und Mohamed Sissoko positiv auf sich aufmerksam machten, was auch mit einem Plakat "Davids, Seedorf, Sissoko, echte Champions, echte Idole", dokumentiert wurde.
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