Talente hat Österreichs Fußball in den vergangenen Jahren einige hervorgebracht, Arnautovic aber scheint einer zu sein, der den Vorschusslorbeeren gerecht werden kann. Der Stürmer, der im 4-3-3-System McCLarens auf der rechten Seite neben dem Schweizer Routinier Blaise Nkufo zum Einsatz kommt, glänzt nicht zuletzt mit technischer Raffinesse. Sein Gustostückerl im Spiel gegen Arsenal im vergangenen August erfreut noch heute so manche YouTube-Seele. "Der Trainer sagt immer ,Spiel dein Spiel'", beschrieb Arnautovic McClaren, der ihn manches Mal aber auch bremsen müsse. Der Erfolg einer Aktion habe eben Vorrang.
Käfig-Kicker aus Floridsdorf
Angeeignet hat sich der in Floridsdorf aufgewachsene Arnautovic sein Können aber nicht bei Clubs wie FAC, Rapid, Austria oder Vienna, sondern auf jenem Pflaster, das schon so manchen Großen formte. "Die Tricks habe ich alle im Käfig gelernt", erzählte er, man könne ihn also durchaus mit dem derzeit verletzten Frankfurt-Legionär Ümit Korkmaz vergleichen, der fernab des akademischen Fußballs sein Diplom erwarb.
Liebe zum Ball
Seine Liebe zum Ball, in Österreich oft schmerzlich vermisst, wurde ihm allerdings etwa bei seinem dritten Auftritt im ÖFB-Team gegen die Türkei im November auch schwer zur Last gelegt. "Ich wollte zeigen, was ich kann", rechtfertigte sich Arnautovic, "ich bin jung und habe noch nicht so hundertprozentige Erfahrung damit." Eigensinn will er sich jedenfalls nicht nachsagen lassen: "Ich bin einer, der für die Mannschaft spielt."
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