Richtig in Fahrt

Bullen auf bestem Weg zum Herbstmeister

Fußball
03.11.2008 08:52
Österreichs Fußball-Vizemeister Red Bull Salzburg ist auf dem besten Weg, den Bundesliga-Herbstmeistertitel zu erringen. Die "Bullen" (33 Punkte) sind nach einer anfänglichen Schwächeperiode zuletzt in der Meisterschaft richtig in Fahrt gekommen und haben gegen den LASK am Samstag (2:0) im Linzer Stadion in der 15. Runde den bereits sechsten Sieg in Serie gefeiert.

Die Mozartstädter rehabilitierten sich mit dem guten Auftritt im Linzer Stadion für die Cup-Blamage gegen die Austria Amateure (1:2). ÖFB-Teamstürmer Marc Janko, der in den vergangenen beiden Bundesligaspielen siebenmal getroffen hatte und die Schützenliste mit 17 Treffern klar anführt, trat diesmal "nur" als Assistgeber für seine beiden Sturmpartner Alexander Zickler (23./3. Saisontor sowie 50. Bundesligator) und Robin Nelisse (26./7. Saisontor) in Erscheinung.

Co Adriaanse mit Leistung zufrieden
"Ich bin mit meiner Mannschaft sehr zufrieden, sie hat besonders in der ersten Hälfte sehr gut gespielt. Nach der Pause haben wir die Partie kontrolliert, da war eigentlich nie die Gefahr, dass wir nicht als Sieger vom Platz gehen werden", resümierte ein zufriedener Salzburg-Coach Co Adriaanse. Der volle Erfolg sei ein "wichtiger Schritt" gewesen. Adriaanse hatte gegenüber dem Cup-Aus wieder auf seine "A-Elf" gesetzt - mit Goalie Arzberger und dem Kameruner Tchoyi standen nur zwei Spieler in der Startelf, die auch im Cup begonnen hatten. "Unser Ziel war ganz klar die Tabellenführung zu verteidigen und das ist uns gut gelungen. Wir haben die Cup-Niederlage weggesteckt und verdient gewonnen", sagte Abwehrspieler Remo Meyer.

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Lindenberger: "30 Minuten wie gelähmt"
Das musste auch LASK-Neocoach Klaus Lindenberger eingestehen. "Wir haben verloren, weil wir 30 Minuten wie gelähmt gewirkt haben. Aber wenn man solche Tore bekommt, dann hat man einen Sieg nicht verdient. Und Salzburg ist eine starke Mannschaft", resümierte der 51-Jährige. In der zweiten Hälfte habe seine Elf, die bereits die vierte Niederlage in Folge kassierte und auf Rang sieben abrutschte, ganz gut mitgespielt. "Mir hat gefallen, dass die Jungen ihre Leistung gebracht haben. Aber ein Ivica Vastic fehlt immer. Mit Weissenberger als hängender Spitze ist das nicht so aufgegangen, wie wir uns das erhofft haben", merkte Lindenberger an.

Punkteteilung im "Keller-Duell"
Die Linzer (21 Punkte) schließen als Siebente das Tabellenmittelfeld ab. Dahinter hat sich an der Ausgangslage im "Abstiegsdreikampf" nur wenig verändert. Der Tabellenneunte Kapfenberg (9) verlor bereits am Freitag zu Hause gegen Meister Rapid (0:2), am Samstag trennten sich Altach (10./7 Punkte) und Mattersburg (8./11) in der Cashpoint-Arena leistungsgerecht mit 2:2. "Wir haben einen Punkt auf Kapfenberg aufgeholt, ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, das ist momentan das Leistungsmaximum, das wir bringen können", sagte Altach-Coach Urs Schönenberger.

Größtenteils zufrieden war auch Mattersburg-Trainer Franz Lederer, der bei einer Niederlage wohl endgültig seinen Job losgeworden wäre. "Unser vorrangiges Ziel war ungeschlagen zu bleiben, das haben wir erreicht. Es war schwer, den Cup aus den Köpfen herauszukriegen, aber wir haben es geschafft", so Lederer. Man habe gesehen, dass die Mannschaft intakt ist, sie sei sehr diszipliniert und kompakt aufgetreten. Und an vorderster Front konnten sich die Burgenländer auf Ilco Naumoski, der mit einem Doppelpack seine Saisontore sieben und acht erzielte, verlassen. "Mir wäre es viel lieber gewesen, wenn wir gewonnen hätten, als zwei Tore zu erzielen", betonte der mazedonische Teamstürmer. "Nach dem Spielverlauf kann man nicht zufrieden sein. Wenn man 2:1 führt, muss man das nach Hause schaukeln", so Naumoski weiter.

Kärnten - Ried 1:1
Das Tabellennachbarschaftsduell des Sechsten Austria Kärnten (21) mit dem Fünften Ried (22) endete ebenfalls mit einem Remis (1:1). Unzufrieden war danach vor allem Ried-Coach Paul Gludovatz, obwohl die Oberösterreicher aus den vergangenen acht Spielen starke 15 Punkte geholt haben. "Es war das Schlechteste, was die Mannschaft in meiner Ära geboten hat. Das war Unfußball", kritisierte der Ex-ÖFB-Nachwuchscoach am 32. Geburtstag von Mittelfeldmotor Stefan Lexa seine Truppe. Kärntens Frenkie Schinkels konnte mit dem Punkt, den Sandro mit einem Traumfreistoß sicherte, gut leben. "Man muss mit dem Ergebnis letztendlich zufrieden sein, die Mannschaft hat das Zeug dazu, sich weiterzuentwickeln. Heuer wollen wir auf Platz sechs, nächste Saison vielleicht schon vier oder fünf", meinte der gebürtige Niederländer.

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