Im Vorjahr fand sich Koppel, vorgeblich Präsident der Jasmin Raw Materials Ltd., zunächst in den Schlagzeilen, weil er mit dem Rapid-Management eine Vereinbarung über eine 20-Millionen-Euro-Investition unterschrieben haben soll. Der "Geldregen" blieb jedoch aus. Wie sich in weiterer Folge herausstellte, dürfte der Fußballclub einem Schwindler auf den Leim gegangen sein.
Im August 2007 wurde gegen Koppel ein Schöffenprozess eröffnet, weil er eine niederländische Unternehmensgruppe um 128.000 Euro betrogen haben dürfte, indem er vorgab, ihnen 2.000 Nokia-Handys liefern zu können. Die Interessenten leisteten eine Anzahlung, die erwünschten Nokia-8800-Modelle bekamen sie aber niemals zu Gesicht.
Wie vom Erdboden verschluckt
Im Zuge der Verhandlung kamen dem Gericht Zweifel an der Zurechnungsfähigkeit des Angeklagten, so dass beschlossen wurde, das Verfahren zu vertagen und diesen psychiatrisch untersuchen zu lassen. Von diesem Zeitpunkt an war Koppel zumindest für die Justiz wie vom Erdboden verschluckt. Er ließ mehrfach Termine mit der Sachverständigen "platzen", erschien zu keiner Untersuchung und war auch telefonisch nicht mehr zu erreichen. Auch an den von ihm angegebenen Adressen war er nicht mehr auffindbar.
Da Nachforschungen der Polizei im Umfeld des 56-Jährigen keinen Hinweis auf seinen aktuellen Aufenthaltsort ergaben, war für das Landesgericht nun Gefahr im Verzug gegeben. Vor wenigen Tagen wurde ein Haftbefehl erlassen.
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