"Ich glaube, dass die Beziehung, die wir zum FC Barcelona haben und alles, was Ronaldinho für den Verein geleistet hat, eine Lösung ermöglichen werden", sagte Assis. Sein Bruder war erst am Montag von Teamchef Dunga für Brasiliens Olympia-Kader nominiert worden.
In Sachen Fitness gelobte Ronaldinho, der in der Sommerpause auch um die Hüften zugelegt hat, Besserung: "Ich habe viel Zeit ohne zu spielen verbracht. Ich habe jetzt aber eine große Motivation fürs Training und eine Sehnsucht danach zu spielen."
"Olympische Spiele gehören nicht zum FIFA-Kalender"
Am Dienstag hatte der FC Barcelona dem 28-Jährigen die Freigabe für das olympische Turnier verweigert. "Die Olympischen Spiele gehören nicht zum FIFA-Kalender, und deswegen müssen wir die Spieler nicht freistellen", ließen die Katalanen via Homepage verlauten.
In einer Mitteilung des Vereins hieß es weiter, Ronaldinho habe am nächsten Montag zur ersten Trainingseinheit zu erscheinen. In den vergangenen Wochen habe Sportdirektor Txiki Begiristain zudem betont, dass es Ziel des Vereins sei, mit der maximalen Anzahl von Spielern in die Champions-League-Qualifikation zu gehen.
Auch Werder und Schalke wollen Stars nicht abstellen
Bei den deutschen Clubs Werder Bremen und Schalke 04 stieß die Nominierung von Diego bzw. Rafinha auf wenig Gegenliebe. Der deutsche Vizemeister hatte bereits mehrfach erklärt, Regisseur Diego zu einem Olympia-Verzicht bewegen zu wollen. Werder geht laut Geschäftsführer Klaus Allofs außerdem davon aus, dass es keine Abstellungspflicht gibt. Eine Entscheidung soll es nach einem Gespräch zwischen den Beteiligten nach Diegos Rückkehr aus Brasilien am 14. Juli geben.
Auch Schalke will Rafinha nicht abstellen. Wie die Gelsenkirchener am Dienstag noch einmal bestätigten, bestehe seitens der FIFA keine Abstellungspflicht. Demnach wird der Club seine Haltung nicht ändern, zumal im August die Champions League-Qualifikationsspiele anstehen. Der Brasilianer selbst möchte sich zu dem Thema nicht mehr äußern.
Bayern Münchens Defensiv-Talent Breno wird das Olympia-Erlebnis hingegen mit Sicherheit haben. Die Bayern-Verantwortlichen haben schon im Mai erklärt, dem talentierten Abwehrspieler bei einer Nominierung keine Steine in den Weg legen zu wollen.
Viele Jungstars dabei
Mit Spielern wie Marcelo (Real Madrid), Rafinha (Schalke 04), Anderson (Manchester United), Diego (Werder Bremen) und Alexandre Pato (AC Milan) kann der zuletzt nicht unumstrittene Dunga auf einige Jungstars zurückgreifen.
Robinho, Flügelstürmer von Spaniens Meister Real Madrid, sowie Thiago Neves von Copa Libertadores-Finalist Fluminense sind zwei von jenen drei erlaubten Akteuren, die älter als 23 Jahre alt sind. Weltfußballer Kaka, der ebenfalls gerne beim olympischen Turnier dabei gewesen wäre, hatte von seinem Club AC Milan keine Freigabe erhalten.
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