Viele Torhüter würden bei der EURO deshalb auf Nummer sicher gehen und Bälle fausten, statt sie zu fangen, so die Meinung der Schlussmänner. Auch Italiens Nummer eins, Gianluigi Buffon, zeigt sich vom EM-Ball nicht begeistert. Der Weltmeister gab sich aber gewohnt gelassen. "Vielleicht gewöhnen wir uns noch an den Ball. Aber wie auch immer: Ich halte ihn trotzdem", versicherte der Keeper von Rekordmeister Juventus Turin.
Dass der Ball schlecht zu fangen ist, überrascht ein wenig, hatte es doch bei der Präsentation von "Europass" geheißen, dass die sehr fein strukturierten PSC-Schicht, mit der der Ball überzogen ist, eine optimale Griffigkeit zwischen Ball und Fußballschuh bzw. Ball und Handschuh gewährleiste.
Van der Sar: "Völlig normal"
Der niederländische Nationalgoalie Edwin Van der Sar stellte fest, dass die Entwicklung der Fußbälle in den letzten 15 Jahren das Tagesgeschäft der Torhüter nicht erleichtert hat. "Die Bälle sind für die Feldspieler und nicht für die Torhüter gemacht. Und sie werden weiterentwickelt. Das ist aber völlig normal."
Der Manchester-United-Goalie ortet nicht nur wegen des runden Leders einen Wandel in der Rolle des Torhüters: "Ich bin seit über 15 Jahren Profi und in dieser Zeit hat sich viel geändert, aber ich beklage mich nicht", erklärte Van der Sar, der mit einer Parade im Elfmeterschießen zum gefeierten Helden des Champions-League-Finales in Moskau geworden war.
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