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06.12.2016 - 22:59
Foto: AP

Betrunkene RIM- Mitarbeiter zwingen Flugzeug zu Umkehr

02.12.2011, 11:24
Weil sie über den Wolken derartig heftig mit dem Flugpersonal zu streiten anfingen, dass ein Flug vom kanadischen Toronto ins chinesische Peking nach Vancouver zurückkehren musste, sind zwei Mitarbeiter des Blackberry-Herstellers Research in Motion jetzt gefeuert worden. Vor Gericht wurden die Streithähne außerdem zu einer Schadenersatzzahlung von insgesamt knapp 72.000 kanadischen Dollars (umgerechnet rund 52.500 Euro) verdonnert.

Auslöser für den ungewollten Zwischenstopp des Air- Canada- Fluges 31 waren laut einem Bericht des "Toronto Star"  "zu viel Alkohol" und "Ungehorsam" gegenüber dem Flugpersonal. Augenzeugenberichten zufolge dürften sich die beiden RIM- Mitarbeiter, der 24- jährige George Campbell und sein 14 Jahre älterer Kollege Alexander Wilson, derart daneben benommen haben, dass es fast der gesamten Besatzung bedurfte, die beiden Männer zu bändigen und anschließend mit Handschellen an ihre Sitze zu ketten.

Anstatt wie geplant direkt von Toronto nach Peking zu fliegen, machte der Pilot daher aus Gründen der Sicherheit über Alaska kehrt und landete im kanadischen Vancouver zwischen, wo die beiden betrunkenen Kollegen von der Polizei in Gewahrsam genommen wurden. Die übrigen 312 Passagiere sowie die gesamte Crew - 4 Piloten und 13 Stewards und Stewardessen - verbrachten die Nacht unfreiwillig im Hotel, ehe es am nächsten Tag mit 18- stündiger Verspätung weiter ging.

Der Ausfall kommt Campbell und seinen Kollegen Wilson jetzt in doppelter Hinsicht teuer zu stehen. Nachdem ein Gericht die beiden Männer neben einer Bewährungsstrafe und einem einjährigen Flug- und Kontaktverbot zu Mitarbeitern der Air Canada auch zu einer Schadenersatzzahlung von je 35,878 kanadischen Dollars verdonnerte, sind sie vorerst auch ihren Job los. "Basierend auf den beschränkten Informationen, die derzeit vorliegen, hat RIM die beiden in den Vorfall involvierten Personen bis auf Weiteres suspendiert", teilte eine Unternehmenssprecherin mit.

02.12.2011, 11:24
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