So, 22. Oktober 2017

Fünfer im Zeugnis?

27.06.2011 16:56

So wird es trotz „Fleck“ ein schöner Sommer

Endlich ist es so weit: Die Schüler starten in ihre wohlverdienten Sommerferien. Viele freuen sich schon auf die Auszeit, für so manche ist der Schulschluss aber auch mit einem weinenden Auge verbunden: Ein Fleck im Zeugnis verdirbt die Ferienlaune. Doch dazu besteht überhaupt kein Grund. Egal wie das Zeugnis aussieht: krone.at verrät, wie du und dein Kind auf jeden Fall ganz entspannt in die Ferien starten könnt.

Was tun, wenn ein Nachzipf droht?
Eines ist ganz wichtig: nicht schimpfen! Denn böse Worte bringen niemandem mehr irgendetwas – im Gegenteil. Dadurch wird die Stimmung in der Familie extrem gedrückt und es kommt zu Spannungen. Sieh es einfach so: Der Fleck ist ein Zeichen dafür, dass das Kind noch Nachholbedarf hat. Es macht absolut keinen Sinn, die offensichtlichen Defizite Jahr um Jahr weiterzuschleppen. Außerdem ist dein Kind wahrscheinlich nicht in allen Gegenständen schwach – honoriere seine Leistungen, wo es gut war, und zeige ihm, dass du hier wirklich stolz auf es bist. Vermittle ihm das Gefühl, dass der Fünfer nicht das Ende der Welt ist – gemeinsam schafft ihr auch dieses Problem aus der Welt.

Denn der Fünfer ist einfach ein Alarmsignal dafür, dass dein Kind einfach noch nicht so weit ist, sich im nächsten Jahr mit noch anspruchsvolleren Lerninhalten auseinander zu setzen. Vielleicht kommt dein Kind auch einfach nur mit dem Lehrer des Fachs nicht zurecht, weil es seinen Erklärungen nicht folgen kann. Es gibt viele Möglichkeiten, sprich einfach einmal mit dem Klassenlehrer deines Kindes über seinen Eindruck und seine Empfehlungen.

Und eines darfst du nicht vergessen: Auch für dein Kind ist die Situation meist nicht sehr einfach. Es hat Angst durchzufallen, von seinen Freunden getrennt zu werden. Es fühlt sich vielleicht dumm und hat Angst, von seinen Freunden verachtet zu werden. Über dem Sommer liegt ein schwarzer Schatten in Form der drohenden Nachprüfung und der Tatsache, dass dein Kind auch lernen muss, statt einfach nur den Sommer zu genießen. Zeige daher einfach Verständnis für dein Kind, lass es sich ausweinen und besprich mit ihm seine Sorgen.

Ferien machen nach Plan
Wenn die ersten Emotionen verdaut sind, dann solltest du mit deinem Kind gemeinsam einen Plan für die Sommer erstellen. Steht eine Nachprüfung ins Haus, dann sollte dein Kind regelmäßig wiederholen und den Stoff aufarbeiten. Jedoch darf dabei die Freizeit nicht zu kurz kommen. Schließlich hat dein Kind wieder ein langes Schuljahr vor sich, für das es jede Menge Energie brauchen wird. Die ersten beiden Wochen sollte dein Kind sich ausruhen und austoben können. Danach vereinbart ihr pro Woche am besten zwei oder drei bis vier halbe Lerntage, an denen dein Kind systematisch den Stoff für die Nachprüfung durchnimmt. Dabei kann dein Kind auch Unterstützung gut gebrauchen.

Günstige Nachhilfe
Eine kostengünstige Variante der Nachhilfe sind oft Schüler aus höheren Jahrgängen, die dir der Lehrer deines Kindes gerne empfehlen wird. Der Vorteil dieser Variante: Die älteren Schüler des Lehrers wissen genau, worauf dieser Wert legt, und wie die Dinge erklärt werden. Außerdem sind Schüler als Nachhilfelehrer meist günstiger – Stundenlöhne um sechs bis acht Euro sind durchaus realistisch und deutlich billiger als ausgebildete Nachhilfeexperten oder Institute, bei denen eine Stunde das Doppelte bis Dreifache kostet.

Je näher die Nachprüfung rückt, desto mehr Lernzeit sollte eingeplant werden. So ist sichergestellt, dass dein Kind optimal auf die Prüfung vorbereitet ist und ausreichend Zeit bleibt, um auf alle Fragen einzugehen.

Und auch wenn es bei der Nachprüfung nicht klappen sollte, ist dies kein Beinbruch. Manchmal fehlt Schülern genau ein Jahr, bis ihnen der sprichwörtliche „Knopf aufgeht“. Und dann geht’s dafür umso leichter.

Gutes Zeugnis
Wenn bei deinem Kind notentechnisch alles im Lot ist, dann besteht Grund zur Freude. Lass mit deinem Kind noch einmal das letzte Jahr Revue passieren: Was ist gut gelaufen, wo gab es Schwachstellen, wo war der Abschluss vielleicht sogar eine Zitterpartie oder wo hat sich dein Kind nicht so wohlgefühlt? So könnt ihr einen Schlussstrich unter das vergangene Jahr ziehen und zugleich feststellen, ob über die Ferien vielleicht doch das eine oder andere Thema noch aufgearbeitet werden sollte.

Natürlich solltest du deinem Kind auch zeigen, wie stolz du auf es bist und es entsprechend belohnen. So schürst du seinen Eifer und lenkst seine Anstrengungen in die richtige Richtung. Sorge dafür, dass sich dein Kind in den Ferien so richtig entspannen kann, damit genug Kraft fürs kommende Schuljahr getankt werden kann.

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