Di, 20. Februar 2018

Software im Visier

19.12.2017 09:02

Nutzungsverbot: Kaspersky verklagt US-Regierung

Der Sicherheitsanbieter Kaspersky geht juristisch gegen das von den USA verhängte Verbot der Nutzung seiner Anti-Virus-Software bei Behörden vor. Die bei einem Bundesgericht eingereichte Klage wirft dem Heimatschutzministerium vor, mit dem im September ausgesprochenen Verbot die Rechte der russischen Firma verletzt zu haben. Eine Stellungnahme des Ministeriums lag nicht vor.

Die Regierung von Präsident Donald Trump hatte erklärt, der Einsatz könne die nationale Sicherheit gefährden. Sie äußerte den Verdacht, dass Kaspersky anfällig für eine Einflussnahme durch das Präsidialamt in Moskau sei. Das Unternehmen hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

"Kaspersky Lab wurde hinsichtlich der Vorwürfe keine faire Chance geboten, und es wurden keine technischen Beweise vorgelegt, um die Maßnahmen des DHS (Department of Homeland Security, Anm.) zu legitimieren. Daher liegt es im Interesse des Unternehmens, sich in dieser Angelegenheit zu verteidigen. Ungeachtet der Entscheidung des DHS werden wir weiterhin tun, was wirklich zählt: die Welt vor Cyberkriminalität sicherer machen", so Firmenchef Eugene Kaspersky.

Mit der Einlegung des Einspruchs hoffe Kaspersky Lab, "seine Rechte auf Grundlage der US-Verfassung und des US-Bundesrechts zu schützen und den Schaden zu beheben, der seinem Geschäftsbetrieb sowie seinen in den USA ansässigen Mitarbeitern und Geschäftspartnern zugefügt wurde", so das Unternehmen in einer Mitteilung.

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