So, 19. November 2017

Intensive Nutzung

01.12.2016 12:01

Häufiges Mähen reduziert auf Wiesen Artenvielfalt

Eine starke Landnutzung dezimiert bei Graslandschaften nicht nur lokal die Artenvielfalt, sondern auch die Unterschiede zwischen voneinander getrennten Lebensräumen. Das hat ein Forscherteam mit österreichischer Beteiligung im Rahmen einer Studie herausgefunden. Vor allem spezialisierte und seltene Arten gingen dabei verloren.

Die Forscher um Martin Gossner von der Universität Jena (Deutschland), darunter Stephanie Socher von der Universität Salzburg und Swen Renner von der Universität für Bodenkultur Wien, haben bei diversen Grasländern Deutschlands untersucht, welche Auswirkungen die Intensität der Landnutzung auf das Vorkommen von 4000 Arten von Lebewesen hat.

Die Vielfalt der Pflanzen, Pilze, Bakterien, Würmer, Käfer, Fledermäuse und Vögel zwischen voneinander getrennten Lebensräumen (Beta-Diversität) nahm umso mehr ab, je intensiver die Wiesen genutzt wurden, berichten sie. Und zwar bei Bodenorganismen genau so wie bei oberirdischen Lebewesen. Die lokale Vielfalt (Alpha-Diversität) nahm hingegen nur über dem Boden ab, während sie im Erdreich gleich blieb, berichten die Forscher im Fachmagazin "Nature".

Entscheidend für die Höhe der Verluste in der Beta-Diversität war vor allem, wie oft gemäht wurde, intensives Düngen zeigte sich weniger schlimm, so die Forscher. Laut der Studienergebnisse wäre es wichtig, die Graslandschaften möglichst extensiv zu bewirtschaften, um die Artenvielfalt nicht zu gefährden und für die Ökosysteme wichtige Arten von Lebewesen zu erhalten, meinen sie.

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