So, 19. November 2017

Geschäftszahlen

29.01.2016 12:56

Sony bleibt dank PlayStation 4 auf Gewinnkurs

Sony bekommt die Abkühlung des Smartphone-Markts zu spüren. Das Geschäft mit Kamera-Modulen für Smartphones - bisher eine zentrale Stütze - schrumpft. Dafür geht es in anderen Bereichen nach der harten Sanierung wieder aufwärts, zudem lässt der Goldesel PlayStation 4 die Kassen klingeln.

Die Spielekonsole Playstation, der Bond-Film "Spectre" und ein Fokus auf teurere Smartphones haben Sony im dritten Quartal 2015/16 einen kräftigen Gewinnsprung beschert. Der japanische Elektronikriese verdiente 120,1 Milliarden Yen (926,55 Millionen Euro), ein Drittel mehr als ein Jahr zuvor.

Der Umsatz bewegte sich in dem Ende Dezember abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal dagegen kaum. Er legte um 0,5 Prozent auf 2,58 Billionen Yen zu, wie Sony am Freitag mitteilte. Das lag vor allem an einem Umsatzrückgang im Handy-Geschäft und einer schwächeren Nachfrage anderer Smartphone-Hersteller nach Sonys Kamera-Modulen für ihre Geräte.

Kamera-Sensoren nicht mehr so gefragt
Die Kamera-Sensoren waren in den vergangenen Jahren eine verlässliche Stütze für das Sony-Geschäft, während es in anderen Bereichen Probleme gab. Während die Japaner ihre eigenen Smartphones nur schwer loswerden können, finden sich ihre Kameras unter anderem in Samsung-Geräten und in Apples iPhones.

Jetzt bekommt Sony aber auch auf diesem Wege die Abschwächung der Smartphone-Nachfrage zu spüren. Der Quartalsumsatz der Bauteile-Sparte sank im Jahresvergleich um 12,6 Prozent auf 250 Milliarden Yen und es gab statt der gewohnten schwarzen Zahlen einen operativen Verlust von 11,7 Milliarden Yen.

PlayStation gleicht Rückschläge wieder aus
Das Spielegeschäft mit der Playstation half, diesen Rückschlag wieder auszugleichen. Sony verkaufte zu Weihnachten 8,4 Millionen Geräte der neuen Playstation 4, fast ein Drittel mehr als ein Jahr zuvor. Der Umsatz der Sparte stieg um 10,5 Prozent auf 587 Milliarden Yen, und der operative Gewinn um 46 Prozent auf 40 Milliarden Yen.

Bei eigenen Smartphones hatte Sony nach hohen Verlusten seine Strategie geändert. Die Japaner setzen nun vor allem auf teurere Modelle, auch wenn man dabei weniger Geräte verkauft. Diese Rechnung ging im vergangenen Quartal auf. Der Umsatz fiel zwar um 14,7 Prozent auf 384,5 Milliarden Yen. Doch der Gewinn der Sparte sprang von 10,4 auf 24,1 Milliarden Yen hoch.

Im Kino hatte Sony dank "Spectre" und "Hotel Transsilvanien 2" keine Probleme. Der Umsatz sprang um 27 Prozent auf 262,1 Milliarden Yen hoch, und das operative Ergebnis wurde mit 20,4 Milliarden Yen mehr als verdreifacht.

Endlich wieder schwarze Zahlen?
Sony geht weiterhin davon aus, in dem noch bis Ende März laufen Geschäftsjahr die ersten schwarzen Zahlen nach drei Verlustjahren zu erzielen. Auch der schwache Yen trägt zu den besseren Zahlen bei.

Allerdings schließt der Konzern offensichtlich einen hohen Verlust im laufenden Quartal nicht aus: Die Jahresprognose blieb bei 140 Milliarden Yen, während schon jetzt nach den ersten drei Quartalen ein Gewinn von 236,1 Milliarden Yen in den Büchern steht.

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