Mi, 22. November 2017

2.700 Jahre alt

09.03.2015 09:22

Ägypten: Forscher finden bei Tempel 38 Statuen

Nahe des Ptah-Tempels im ägyptischen Karnak hat ein internationales Forscherteam 38 Statuen und religiöse Gegenstände gefunden. Entdeckt wurden sie in einer sogenannten Favissa, einer Grube, die in antiker Zeit zur Deponierung unbrauchbar gewordener Kultobjekte genutzt wurde, berichten die Wissenschaftler.

Die gefundenen Gegenstände, die rund um eine Sitzstatue des Gottes Ptah drapiert waren, wurden aus unterschiedlichen Materialien gefertigt: Aus Kalkstein, Grauwacke (ein grauer bis grüngrauer Sandstein), Kupferlegierungen und aus Fritte (eine poröse Keramikschmelze). Einige der Stücke waren sogar mit Gold überzogen, berichtet das französische Forschungszentrum CNRS, das gemeinsam mit dem ägyptischen Antikenministerium für die Grabungen verantwortlich zeichnet.

Zahlreiche Osiris-Statuen gefunden
Zu den Fundstücken zählen unter anderem 14 Statuen des Gottes Osiris, drei Pavianfiguren sowie der obere Teil einer kleinen, beschrifteten Stele, auf der der Name des Gottes Ptah erwähnt wird. Außerdem fanden die Forscher in der Favissa eine Sphinx sowie eine kleine Statue, die Imhotep darstellten. Dieser gilt als der erste große Baumeister des Alten Reichs in Ägypten und war vermutlich für den Bau der Djoser-Pyramide und der Sechemchet-Pyramide in Sakkara verantwortlich.

Gegenstände sind über 2.700 Jahre alt
Aufgrund der verwendeten Materialien sowie anhand von Beschriftungen konnten die Forscher die Statuen auf das 8. bis 7. Jahrhundert vor Christus datiert. Wegen der Vielzahl der Gegenstände sowie deren außergewöhnlich gutem Zustand handle es sich um einen selbst für Ägypten außergewöhnlichen Fund, heißt es.

Karnak ist eine Kleinstadt am östlichen Nilufer rund 2,5 Kilometer nordöstlich von Luxor. Sie ist bekannt durch die größte Tempelanlage Ägyptens, den Karnak-Tempel , und wurde nach diesem benannt.

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