So, 19. November 2017

Highscore statt Vita

22.07.2013 14:20

Spielend zum neuen Job: Handy-App macht‘s möglich

Warum nüchterne Lebensläufe studieren, wenn ein Spiel doch viel mehr über den menschlichen Charakter verrät? Das dürfte sich auch das kalifornische Start-up Knack gedacht haben und entwickelte daher mit "Balloon Brigade" ein Smartphone-Game, das nahezu jeden Spielschritt analysiert, um ein ausführliches Psychogramm des Spielers zu erstellen. Der soll dadurch "sein wahres Potential" entdecken - und Unternehmen die perfekte Besetzung für ihre offene Stelle.

In dem für Apples iOS kostenlos erhältlichen Spiel "Balloon Brigade" gilt es, Invasoren mittels Wasserbomben zurückzudrängen. Ähnlich dem populären "Angry Birds" gibt es dafür Ballons unterschiedlicher Farbe und Stärke. Spieler müssten zudem abschätzen, wie stark sie ihre Ballons befüllen und wohin sie diese werfen, berichtet das IT-Magazin "Wired".

Jeder Schritt wird ausgewertet und fließt in die anschließende Bewertung mit ein. "Wir messen alles Mögliche und Unmögliche", wird Guy Halfteck, Gründer von Knack, zitiert. Anders ausgedrückt: Weniger die finale Punktzahl als vielmehr die Art und Weise, wie diese erreicht wird, ist ausschlaggebend.

Am Ende des in Zusammenarbeit mit Psychologen und Neurowissenschaftlern entwickelten Spiels bekommen Gamer ein Psychogramm erstellt. Aus diesem geht beispielsweise hervor, wie schnell sie lernen, ob sie kreativ und multitaskingfähig sind oder ob sie etwa eher zielstrebig und neugierig oder zurückhaltend agieren.

"Unsere Mission ist es, jeder Person dabei behilflich zu sein, ihr wahres Potential zu entdecken", heißt es auf der Website des Start-ups. Die Vision sei, jedem Menschen allein durch die Macht des Spiels Chancen zu eröffnen, ihm zu helfen, Entscheidungen zu treffen und sein Leben zu verbessern, so Knack.

Unternehmen wiederum sollen mithilfe der erstellten Charakterprofile besser sogennante "High-Potentials" und Menschen mit den zu ihren Anforderungen passenden Fähigkeiten und Talenten finden können, um das in ihrer Firma "schlummernde Potential" zu wecken. Laut "Wired" sollen bereits der Ölkonzern Shell und die Universität von New York bei der Personalsuche von Knack-Spieldaten Gebrauch gemacht haben.

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