So, 19. November 2017

RTR-Bericht

23.05.2013 13:35

Handy und Internet: Weniger Probleme mit Kostenfallen

Die Schlichtungsfälle bei der Telekom-Regulierungsbehörde RTR haben im Vorjahr deutlich abgenommen - insbesondere weil exorbitanten Kosten bei einer Überschreitung der gekauften Datenmenge rechtlich ein Riegel vorgeschoben wurde. Allerdings taucht zusehends eine neue Bedrohung auf: Inhaltsanbieter, die für vermeintliche Gratisspiele oder kostenlose Musikdownloads Abokosten verrechnen. Hier sind besonders Jugendliche gefährdet.

"Die Anzahl der im Jahr 2012 bei der RTR-Schlichtungsstelle registrierten Verfahren ging deutlich zurück und sank von 5.470 Verfahren im Jahr 2011 auf 4.370 Verfahren im Jahr 2012", erklärte RTR-Geschäftsführer Georg Serentschy. So habe die am 1. Mai 2012 in Kraft getretene Kostenbeschränkungsverordnung, die bei der Nutzung von mobilen Datendiensten ein Kostenlimit von 60 Euro an Übertragungsentgelten vorsieht, die Verfahren zu diesen Diensten halbiert.

Als neuer Schwerpunkt hat sich im vergangenen Jahr der Bereich Contentdienste herausgestellt. "Gab es 2011 nur 57 Verfahren zu dieser Thematik, stiegen sie 2012 auf 518 Verfahren an", rechnete Serentschy vor. Gelockt werde vielfach mit Gewinnversprechen und Gratisspielen. "Das Resultat sind kleinere oder größere Fixbeträge auf der monatlichen Telefonrechnung", warnt der RTR-Chef.

Orange für Kundenfreundlichkeit gelobt
Lob gab es für den Mobilfunkanbieter Orange, bei dem es - auch in Relation zur Kundenanzahl - besonders wenig Beanstandungen gab. Orange wurde vor einigen Monaten von "3" gekauft und ist gerade dabei, vom Markt zu verschwinden. "3" hat, genau wie T-Mobile, ein in Relation zur Kundenzahl deutlich erhöhtes Beschwerdeaufkommen. Bei T-Mobile kam auf einen Marktanteil von 31 Prozent ein Beschwerdeanteil von 37 Prozent, bei "3" waren es bei einem Marktanteil von 12 Prozent 15 Prozent Beschwerdeanteil. Martkführer A1 (Marktanteil 40 Prozent) kam auf einen Beschwerdeanteil von 42 Prozent.

Auf die Konsumentenkritik, dass die von den Mobilfunkbetreibern versprochenen Datenübertragungsraten oft nicht der Wirklichkeit entsprechen, hat die RTR reagiert und den "RTR-Netztest" online gestellt. Unter www.netztest.at können Verbraucher rasch testen, wie schnell ihre Verbindung wirklich ist. Des Weiteren zeigt eine Landkarte, in welchen Gegenden das Netz gut und in welchen schlecht ist. Je mehr Verbraucher daran teilnehmen, desto genauer werde die Landkarte, so Serentschy.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden