Mi, 13. Dezember 2017

Ärger in Taiwan

10.10.2012 10:25

Apple-Kartendienst offenbart geheime Militärbasis

Apple hat sich mit seinem Kartendienst nicht nur mit einigen Nutzern Ärger eingehandelt, sondern auch mit dem Verteidigungsministerium in Taiwan. Während andernorts fehlerhafte Karten ein klares Bild verhindern, ist ausgerechnet eine streng geheime Militärbasis des Landes glasklar zu erkennen.

Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, hat die taiwanesische Zeitung "Liberty Times" die Luftaufnahmen aus Hsinchu (im Bild eine Militärübung in der Region) abgedruckt. Zu sehen sei eine brandneue, umgerechnet 932 Millionen teure, streng geheime Militärbasis zur Radarüberwachung von Raketenstarts im verfeindeten China. Taiwan fühlt sich von China bedroht, da der übermächtige Nachbar Taiwan als Teil seines Landes betrachtet.

Das Verteidigungsministerium Taiwans habe dementsprechend alles andere als erfreut auf die Bilder reagiert, so die AFP. Man werde Apple bitten, die Auflösung der Bilder herunterzuschrauben, so das Ministerium. Auch bei Google Earth habe man das in der Vergangenheit in ähnlichen Fällen bereits getan.

Immerhin, in einem anderen politischen Konflikt war ein Fehler des Apple-Kartendienstes vor wenigen Wochen positiv aufgefallen: Kubajima, eine Insel im Ostchinesischen Meer, um die China und Japan seit Jahren streiten, wurde doppelt - einmal unter chinesischem, einmal unter japanischem Namen - angezeigt.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden