Sa, 18. November 2017

Sehr teurer Bug

01.02.2011 09:40

Schwerer Chip-Fehler in neuen Intel-Systemen

Der weltgrößte Halbleiter-Konzern Intel hat Probleme mit einem defekten Chip - und zwar ausgerechnet in Systemen mit den neuesten Vierkern-Prozessoren. Das elektronische Bauteil, das Festplatten oder DVD-Laufwerke ansteuert, droht auszufallen. Intel rechnet mit Kosten von 700 Millionen Dollar, um die Fertigung auf Vordermann zu bringen und bereits ausgelieferte Computer zu reparieren.

Der Fehler tritt in der Intel 6 Series auf, auch "Cougar Point" genannt. Die Chips sind in Systemen mit den neuesten Vierkern-Prozessoren verbaut, die den Codenamen "Sandy Bridge" tragen.

Intel versucht derweil, die Käufer zu beruhigen. "Wir glauben, dass nur sehr wenige Kunden von dem Problem betroffen sind", teilte das Unternehmen am Montag im kalifornischen Santa Clara mit. Die Verbraucher könnten ihre Computer erst einmal weiter nutzen, beruhigte Intel. Die Produktion eines fehlerfreien Chips sei bereits angelaufen. Per Software ist das Problem offenbar nicht zu lösen.

Teuer, aber langfristig kein Schaden
Die neuen Chips sollen ab Ende Februar ausgeliefert werden. Der zwischenzeitliche Verkaufsstopp wird den Umsatz im laufenden ersten Quartal um 300 Millionen Dollar schmälern. Die Intel-Aktie fiel an der New Yorker Börse um 1 Prozent. Experten stufen die Auswirkungen des Defekts auf die Finanzlage des Konzerns aber als gering ein. Intel hat ein Rekordjahr hinter sich mit einem Gewinn von 11,7 Milliarden Dollar (8,55 Milliarden Euro).

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