Mi, 22. November 2017

Klage gegen Apple

14.05.2010 11:33

HTC fordert Verkaufsstopp für iPhone, iPod & iPad

HTC schießt zurück: Mit einer Patentrechtsklage gegen den mächtigen Konkurrenten Apple will der taiwanesische Smartphone-Hersteller einen Import- und Verkaufsstopp von iPhones, iPads und iPods in den USA erreichen. Apple habe mit seinen Geräten fünf Patente seines Unternehmens verletzt, erklärte HTC-Nordamerika-Vize Jason Mackenzie in Seattle. Die Klage wurde bei der Internationalen Handelskommission der USA eingereicht. Apple hat dort seinerseits seit März Patentrechtsklagen gegen HTC laufen.

Beobachter bewerten die HTC-Klage als juristischen Schachzug: "Man muss es sehen, wie es ist: Klage erzeugt Gegenklage", sagte Charlie Wolf, Analyst bei Needham & Co., der Wirtschaftsagentur Bloomberg. Der Schritt diene als Manöver, um ein Einigungsverfahren hinauszuzögern.

Im derzeit harten Konkurrenzkampf auf dem Handy-Markt setzen die Hersteller immer häufiger auf die Patentrechts-Karte. Auch der finnische Weltmarktführer Nokia hat mehrere Klagen gegen Apple laufen. Der iPhone-Hersteller konterte mit eigenen rechtlichen Schritten.

"Wir ergreifen diese Maßnahme gegen Apple, um unser intellektuelles Eigentum, unsere Branchenpartner und vor allem unsere Kunden zu schützen", erklärte Mackenzie. Apple soll laut Klageschrift gegen drei HTC-Patente zur Telefonbuchnutzung sowie gegen zwei weitere zum Energieverbrauchsmanagement der Geräte verstoßen haben.

HTC ist der größte Hersteller von Windows-Smartphones. Seit Ende 2008 baut das taiwanesische Unternehmen in Kooperation mit Google auch Geräte für das Android-Betriebssystem des Suchmaschinengiganten. Auch dessen Smartphone Nexus One wird von HTC hergestellt. Apple hatte seine Patentrechts-Vorwürfe gegen die Taiwanesen auf diese Google-Handys bezogen.

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