Kaufberatung: So finden Sie das richtige Produkt in unserem Wildkamera Vergleich 2021

Das Wichtigste in Kürze
  • Mit einer Wildkamera lassen sich Erfahrungen hinsichtlich des Bewegungs- und Fressverhaltens von Wildtieren und Vögeln sammeln. Dazu werden die Geräte entweder an einer Waldlichtung (abseits der Wege), am Rand einer Wiese oder im heimischen Garten montiert.
  • Einige Wildkameras sind mit SIM-Karten nutzbar und damit imstande, aufgenommene Bilder und Videos an Ihr Smartphone oder Ihre Mailadresse zu senden. Auch bei einem Diebstahl oder einer Zerstörung der Wildkamera verlieren Sie dank SIM-Karten-Option zumindest nicht Ihr Bildmaterial.
  • Wer gerne jederzeit auf dem Laufenden sein und seine Cam via Smartphone steuern möchte, sollte sich für eine Wildkamera mit App-Anbindung entscheiden. Bedenken Sie in diesem Zusammenhang, dass Ihre Kamera vor Ort ebenfalls Internetempfang benötigt.

wildkamera test

Sie möchten die beste Wildkamera für Ihr Vorhaben auswählen, sind jedoch nicht sicher, welche Kriterien Sie im Zuge Ihrer Wahl beachten müssen? In unserer Kaufberatung auf Krone.at stellen wir Ihnen die wichtigsten Produktmerkmale vor, sodass Sie auch als Wildkamera-Neuling das ideale Modell für sich finden.

Zudem liefern wir Ihnen 2020 / 2021 umfassende Informationen zu den Einsatzmöglichkeiten der Geräte und erklären, wie Sie mit einer Wildkamera die perfekte Fotofalle errichten.

1. Was ist das Besondere an einer Wildkamera?

Wie positioniere ich eine Wildkamera am besten?

Beim Anbringen und Einstellen Ihrer Wildkamera sollten Sie beachten, dass diese nicht zu hoch hängen darf, da ansonsten Füchse, Wildschweine und Co. weniger gut eingefangen werden können. Richten Sie stattdessen Ihre Wildkamera mithilfe der Halterung etwa in Kniehöhe an einem Baum beziehungsweise auf einem liegenden Stamm oder Felsen aus. Achten Sie darauf, dass keine wehenden Äste oder Gräser den Bewegungssensor auslösen. Für Vogelbeobachtungen bietet sich die Anbringung einer Nistkasten-Attrappe an beliebten Baumästen an.

Eine Wildkamera, die hin und wieder auch als Fotofalle oder Jagdkamera bezeichnet wird, ist eine besondere Art einer Digitalkamera, die in einer meist Camouflage-farbenen Hülle untergebracht ist. Die Kamera wird mithilfe einer entsprechenden Halterung oder auch stehend nahe einem Ort angebracht, an dem die Sichtung von Wildtieren zu erwarten ist.

Dabei kann es sich sowohl um vierbeinige Waldtiere wie Wildschweine, Füchse, Rehe oder gar Wölfe handeln, als auch um Vögel. Diese lösen die Aufnahme-Funktion der Wildkamera aus, indem ein entsprechender Sensor per Infrarotstrahlung Bewegungen und die vom Tier ausgehende Wärme registriert.

Hin und wieder werden die Geräte auch als Überwachungskameras eingesetzt. Sogar Wildkamera-Attrappen zur Abschreckung von Eindringlingen oder Dieben sind vereinzelt zu finden.

Wildkamera mit Bewegungsmelder und LEDs

An der Vorderseite der Wildkamera befinden sich neben der eigentlichen Kameralinse auch der Bewegungsmelder und eine LED-Einheit.

Während einige Modelle lediglich zur Bild-Aufnahme imstande sind, können andere Kameras auch Videos festhalten. Dabei verfügen beinahe alle Kameras über einen Nachtsicht-Modus, sodass Sie auch nachtaktive Tiere (optisch) einfangen können. Mehrere LEDs oberhalb der Kameralinse sorgen für das dazu nötige Licht.

Betrieben werden die bei Naturbeobachtern, Ornithologen und Jägern beliebten Geräte mithilfe von Batterien, die in der Regel mehrere Wochen bis Monate ausreichend Energie für den Betrieb der Kamera liefern.

Einige Wildkameras sind WLAN-fähig, manche Ausführungen sind mit Bluetooth ausgestattet. Wieder andere Varianten der Wildkameras sind Funk-gesteuert und können ihr Signal über das LTE-, UMTS- oder das 4G-Netz versenden. Damit ist es möglich, eine dauerhafte oder bei Bedarf einzurichtende Verbindung zwischen Ihrer Kamera und Ihrem Smartphone, Tablet oder Laptop herzustellen.

2. Welche Arten von Wildkameras gibt es?

Suchen Sie nach der passenden Wildkamera mit Bewegungsmelder, sollten Sie auch einen genauen Blick auf die Art der Ausleuchtung und die Farbe des Blitzes werfen. Hier wird zwischen zwei grundlegenden Varianten differenziert, deren Unterschiede insbesondere im Dunkeln auffallen und deren jeweilige Eigenschaften wir Ihnen auf Krone.at nachfolgend nennen.

Wildkamera-Kategorie Eigenschaften
Wildkamera mit Black LEDs
  • kein sichtbares Ausleuchten der ausgewählten Szenerie
  • Ausbleiben eines sichtbaren Blitzes während der Aufnahme
  • Skepsis besonders scheuer Tiere wird nicht geweckt
  • eingefangene Bilder sind weniger gut ausgeleuchtet
  • laut diverser Online-Wildkamera-Tests aufgrund ihrer Unauffälligkeit auch als Überwachungskameras geeignet
Wildkamera mit White LEDs
  • mit Kamera einzufangende Szenerie mit unauffällig rötlichem Licht ausgeleuchtet
  • Infrarotblitz erkennbar
  • weniger gut als Überwachungskamera, da sie recht leicht erkennbar sind
  • Tiere sollten in der Regel nicht durch mäßiges Licht irritiert oder ferngehalten werden
  • deutlichere und besser ausgeleuchtete Nachtaufnahmen im Vergleich zu Wildkameras mit Black LEDs

3. Wildkameras im Test: Welche Wildkamera ist zu empfehlen?

In vielen Wildkamera-Tests, die im Internet zu finden sind, werden einige Kriterien immer wieder als ausschlaggebend für eine Kaufentscheidung angeführt. Dazu gehören unter anderem:

  • Kameraqualität und Auslöse-Zeit
  • Maße in cm
  • Gewicht in Gramm
  • Bedienung
  • Display
  • Schnittstellen
  • Material und Verarbeitung
  • Zubehör

Die meisten Wildkameras sind etwa 400 bis 700 Gramm schwer, was sie flexibel einsetzbar macht und eine unkomplizierte Befestigung und Aufstellung erlaubt. Mit einer Größe von circa 20 x 12 Zentimetern und dank einer meist in Tarnfarben gehaltenen Kunststoff-Außenhülle, sind die Geräte zudem stets unauffällig platzierbar.

Da es beim Einsatz der Wildkamera schon einmal vorkommen kann, dass diese durch Tau oder leichten Regen nass wird, sollten Sie Wert auf eine Kennzeichnung des Herstellers bezüglich der Spritzwasserdichtigkeit des Gerätes nach IP54 legen. Diese versichert, dass ein allseitiges Einwirken von Spritzwasser das Gerät nicht beschädigt.

Eines der wichtigsten Kriterien für viele Verwender einer Wildkamera, ob zur Diebstahlsicherung oder aber zur Wildbeobachtung, ist die Aufnahmequalität. Einen ersten Anhaltspunkt liefert dazu die Bild- und Videoauflösung.

Während Hersteller eher günstiger Wildüberwachungskameras verschiedenen Tests zufolge häufig 12 Megapixel versprechen, bieten andere Modelle mit 20 oder gar 32 Megapixeln wesentlich bessere Qualität an.

Wildkamera, die mit Halterung an einem Baum angebracht wurde

Mithilfe eines Gurtes lässt sich die Wildkamera problemlos an Bäumen oder Pfosten ausrichten.

Die Kameraqualität variiert zwischen Full HD (1.920 x 1.080 Pixeln) und 4K (3.840 x 2.160). Wichtig ist jedoch, dass Sie bedenken, dass auch die Größe des Bildsensors einen wesentlichen Einfluss auf die Bild- und Videoqualität nimmt und nicht allein die Auflösung entscheidend ist.

Um auch wirklich jeden interessanten Vorgang einzufangen, der sich beispielsweise auf einer von Tieren stark frequentierten Waldlichtung abspielt, sollte der Bewegungsmelder schnell reagieren. In der Regel können Sie mit Reaktionszeiten von circa einer halben Sekunde rechnen, was für Hobby-Tieraufnahmen vollkommen ausreicht.

Einige besonders hochwertige Modelle erfassen Bewegungen sogar innerhalb von nur 0,2 oder 0,3 Sekunden. Zusätzliche Aufnahmemodi, wie etwa mehrere Bilder, die hintereinander geschossen werden (Intervall-Aufnahmen) oder Zeitraffer-Videos können nützliche Zusatzfeatures sein, insbesondere dann, wenn Sie die Aufnahmen für einen speziellen Zweck tätigen.

Möchten Sie Ihre Wildkamera einstellen, ist auch ein Timer von Vorteil. Mit diesem können Sie eine bestimmte Startzeit für Aufnahmen vorgeben, was das Einfangen gewünschter Bilder eingrenzt und die Batterien des Gerätes schont.

Rotwild, das von einer Wildkamera aufgenommen wurde

Der Bewegungssensor der Wildkamera löst aus, sobald sich ein Wildtier oder ein Vogel nähert.

Beim Ausrichten der meist mit Bluetooth ausgestatteten Wildkamera kann ein oftmals im Inneren der Gehäuseklappe angebrachter Monitor die korrekte Positionierung erleichtern. Zudem lassen sich Einstellungen dank der Display-Anzeige simpler und komfortabler vornehmen. Neben klassischen Farbdisplays können Sie sich auch für LCD-Varianten zwischen 2 und 2,4 Zoll entscheiden.

Des Weiteren werden mittlerweile viele Wildkameras mit Speicherkarte angeboten, deren Volumen in der Regel zwischen 8 und 32 GB Speicherplatz liegt. Vor allem dann, wenn Sie mit Ihrer Funk- oder WLAN-Wildkamera diverse Videoaufnahmen machen möchten, ist ein solcher Zusatz an Speicher überaus sinnvoll.

Dabei ist es nicht immer ratsam, sich für eine größere Speicherkarten-Variante zu entscheiden. Wir stellen Ihnen die Vor- und Nachteile kleinerer Karten kurz vor:

    Vorteile
  • deutlich schnellere Datenverarbeitung
  • schnellere Speicherung
  • ideal für die Aufbewahrung von Bild-Dateien
    Nachteile
  • weniger Speicher, der zur Verfügung steht
  • vor allem für mehrere Videoaufnahmen ungeeignet

Sollte Ihre Wildkamera nicht über Bluetooth verfügen oder etwa per App Bilder auf Ihre mobilen Geräte oder Ihren PC übertragen können, sollten Sie zudem ein Modell mit USB-Kabel wählen oder ein solches nachkaufen, um Ihre aufgenommenen Daten regelmäßig zu sichern.

4. Von welchen renommierten Herstellern können Sie Wildkameras kaufen?

Wildkameras mit Bewegungsmelder werden von verschiedenen Marken angeboten, wobei sich die Geräte-Typen vor allem optisch oft ähneln. Einige der beliebtesten Hersteller möchten wir für Sie auf Krone.at kurz anführen:

  • Coolife
  • Apeman
  • Secacam
  • Victure
  • UsoGood
  • Crenova

5. Häufig auftretende Fragen zu Wildkameras

Sie haben weitere Fragen zu Wildkameras für Ihren Garten, Ihr Grundstück oder für Tieraufnahmen in Wald und Wiese? Ausführliche Antworten finden Sie zum Abschluss unseres Wildkamera-Vergleichs auf Krone.at.

5.1. Wie viel kostet eine Wildkamera?

Wildkamera mit Funk-Antenne auf einem Baumstamm

Dank des Camouflage-Looks und ihrer geringen Größe, lassen sich Wildkameras unauffällig platzieren.

Günstige Wildkameras sind schon ab etwa 50 Euro erhältlich. Allerdings kann vor allem bei solch preiswerten Modellen nicht mit einer besonders hochauflösenden Bildqualität gerechnet werden. Gegebenenfalls müssen Sie auch Abstriche hinsichtlich der Auslösedauer und der Qualität des Bewegungsmelders in Kauf nehmen.

Vor allem für Einsteiger und um sich mit den Wild-Überwachungskameras vertraut zu machen, sind die günstigen Modelle dennoch geeignet.

Legen Sie großen Wert auf eine hohe Auflösung Ihrer Bild- und Videoaufnahmen, sollten Sie eher zu einem etwas teureren Modell greifen. Auch Zusatzfunktionen und eine App für Ihre Wildkamera sind entsprechend mit etwas höheren Ausgaben verbunden. Eine gute Qualität und einen großen Funktionsumfang können Sie ab 80 bis 100 Euro erwarten.

5.2. Kann eine Wildkamera auch als Diebstahlsicherung genutzt werden?

Vor allem Wildkameras mit Black LEDs und Schwarzblitz eignen sich auch zur Bewachung Ihres Hauseingangs oder Ihrer Garage.

Achtung: Wenn Sie eine Wildkamera als Überwachungskamera einrichten, achten Sie unbedingt darauf, dass ausschließlich das eigene Grundstück auf dem anvisierten Kameraausschnitt zu sehen ist. Das Filmen öffentlicher Räume ist Privatpersonen aus Datenschutzgründen nicht gestattet.

Die klassischen Infrarot-Wildkameras sollten Sie eher nicht als Überwachungskameras verwenden, da das leicht rötliche Licht und der bei Bewegung auslösende Blitz den potenziellen Dieb eher auf das Gerät aufmerksam machen und dabei selbst Opfer eines Diebstahls werden kann.

Möchten Sie vorrangig von dem abschreckenden Wert eines solchen Überwachungsgerätes profitieren, können Sie sich alternativ auch für eine Wildkamera-Attrappe entscheiden, die lediglich den Anschein erweckt, dass sie Eindringlinge erfasst.

5.3. Hat Stiftung Warentest bereits einen Wildkamera-Test durchgeführt?

Einen konkreten Wildkamera-Test der Stiftung Warentest gibt es nicht, weshalb bis heute auch kein Wildkamera-Testsieger festgelegt werden konnte. Allerdings testete die Organisation einige günstige Discounter-Überwachungskameras für den Hauseingang, wobei zum Beispiel ein Modell von Lidl überzeugte.

Bildnachweise: shutterstock.com/Krasula, shutterstock.com/Philip Kinsey, shutterstock.com/LisaCarter, shutterstock.com/WildMedia, shutterstock.com/mmpixel91 (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)