Kaufberatung: So finden Sie das richtige Produkt in unserem E-Piano Vergleich 2021

Das Wichtigste in Kürze
  • Ein E-Piano ist für Anfänger besonders gut geeignet, da das Spielen dank anschließbarer Kopfhörer zu jeder Zeit möglich ist. Aber auch für Profis sind E-Pianos interessant, da sie sehr leicht und damit gut zu transportieren sind.
  • Im Gegensatz zu einem akustischen Piano müssen Sie ein E-Piano nicht stimmen. Die Töne werden elektrisch erzeugt. Dazu wird das E-Piano per Kabel mit einer Steckdose verbunden. Ein E-Piano mit zusätzlichem Batteriebetrieb können Sie auch unterwegs nutzen.
  • Zum wichtigsten Zubehör zählen eine E-Piano-Abdeckung, eine E-Piano-Tasche und ein E-Piano-Ständer. Um gutes Licht zu haben, können Sie zudem spezielle Pianoleuchten erwerben.

e-piano-test

Joseph Haydn, Ludwig van Beethoven, Wolfgang Amadeus Mozart – dies sind nur drei der zahlreichen Komponisten, die ihre weltbekannten Stücke auf ihrem Klavier komponiert haben. Seit der Erfindung des Digitalpianos in den 1980er Jahren werden jedoch auch viele große Welthits auf dem E-Piano komponiert.

Auch wenn die digitalen Pianos noch nicht zu 100 Prozent an das Spielgefühl eines klassischen Klaviers herankommen, sind die Geräte mittlerweile sowohl bei Anfängern als auch bei Fortgeschrittenen und Profis sehr beliebt.

In unserem E-Piano-Vergleich 2020 / 2021 auf KRONE.at stellen wir Ihnen verschiedene Modelle vor, mit denen Sie das Klavierspielen erlernen können. In der anschließenden Kaufberatung informieren wir Sie darüber, welche E-Piano-Typen es gibt und welche die wichtigsten Kaufkriterien sind.

1. Was ist ein E-Piano und wie funktioniert es?

E-Piano vs. Keyboard

Da sowohl E-Pianos als auch Keyboards über eine Anschlagdynamik verfügen, stellt sich zu Recht die Frage, inwiefern sich diese beiden Instrumente unterscheiden. Während das Keyboard eine Weiterentwicklung der elektronischen Orgel ist, entstammen E-Pianos den akustischen Klavieren. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist zudem die Tastatur. Ein Keyboard besteht in der Regel aus 61 Tasten, ein E-Piano aus 88 Tasten.

Das Klavier ist ein Musikinstrument, welches Anfang des 18. Jahrhunderts von dem Italiener Bartolomeo Cristofori erfunden wurde. Wer heutzutage Klavier lernen möchte, sollte jedoch auf moderne E-Pianos zurückgreifen.

E-Pianos werden auch als Digitalpianos bezeichnet und heben sich dadurch von einem akustischen Klavier ab, dass der Klang nicht durch den Anschlag der Tasten, sondern elektrisch erzeugt wird. Wird eine Taste betätigt, ertönt ein Sound, der zuvor von einem akustischen Instrument aufgenommen und anschließend gespeichert wurde.

Dass E-Pianos heutzutage so beliebt sind, liegt daran, dass die Klangqualität mittlerweile so gut ist, dass der Unterschied zu einem akustischen Piano nur noch sehr gering ist. So ist ein E-Piano nicht nur für Anfänger geeignet. Auch Fortgeschrittene können ein E-Piano dazu nutzen, ihre Spielqualität zu verbessern.

Darüber hinaus bieten sie viele weitere Vorteile, sodass das E-Piano auch für Profis interessant ist. Sie haben ein geringes Gewicht und können daher sehr gut zu Auftritten transportiert werden. E-Pianos haben eine Breite von rund 135 cm, sodass Sie weniger Platz als ein Klavier benötigen.

Ein E-Piano hat gegenüber einem akustischen Klavier folgende Vor- und Nachteile:

    Vorteile
  • wesentlich günstiger als akustische Klaviere
  • stufenlose Lautstärkeregulierung
  • mit Kopfhörern kompatibel
  • leicht zu transportieren
  • platzsparend
  • muss nicht gestimmt werden
  • viele verschiedene Anschlussmöglichkeiten
  • Einstellung von verschiedenen Sounds und Effekten
  • Lernmodus für Anfänger
    Nachteile
  • Sound ist in der Regel schlechter als bei akustischen Pianos
  • benötigt eine Stromversorgung (gilt nicht für E-Pianos mit Batteriebetrieb)
  • sehr störanfällig
  • Reparaturarbeiten sehr kostenintensiv

Sind Sie sich noch nicht sicher, ob dieses Musikinstrument wirklich das passende für Sie ist? Kein Problem. Bevor Sie sich ein Modell kaufen, können Sie zunächst ein E-Piano mieten und dieses für eine gewünschte Dauer testen. In vielen Fällen können Sie das Exemplar anschließend sogar käuflich erwerben.

2. Homepiano oder Stagepiano – inwiefern unterscheiden sich die verschiedenen E-Piano-Typen?

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Varianten von Pianos: Homepianos und Stagepianos. Sie unterscheiden sich hauptsächlich hinsichtlich des Einsatzzweckes. Das Yamaha NP-31 Piaggero ist beispielsweise ein gutes Einsteiger-E-Piano für unterwegs.

In der folgenden Tabelle bekommen Sie einen kurzen Überblick über die beiden Varianten.

E-Piano-Typ Gewicht Besonderheiten
Homepiano 26 bis 80 kg
  • erinnert optisch an ein klassisches Klavier
  • wird an einem festen Ort in der Wohnung aufgestellt
  • Homepianos sind E-Pianos mit Pedalen und Gestell
Stagepiano 11 bis 25 kg
  • auch Portable Pianos genannt
  • kompakt, leicht und gut zu transportieren
  • werden ohne Unterbau geliefert
  • zur Ausstattung gehört zumeist eine Tasche für den Transport

Bei der Entscheidung, um welche Art von E-Piano es sich handeln soll, sollten zunächst Ihre persönlichen Bedürfnisse und Anforderungen im Fokus stehen. Möchten Sie das E-Piano vorwiegend zu Hause spielen, sollten Sie zu einem Homepiano greifen. Soll es hingegen transportabel sein, ist ein Stagepiano anzuraten.

Bei einem Ensemblepiano handelt es sich um eine Sonderausführung für Komponisten. Mithilfe der Begleitautomatik kann die Begleitung eines Orchesters oder einer Band simuliert werden.

3. Inwiefern spielt die Tastatur eines E-Pianos im Test eine Rolle?

kleines maedchen spielt e-piano

Ab dem Grundschulalter können Kinder ein ganz normales Einsteigermodell für Erwachsene benutzen

Die Tastatur eines E-Pianos ist das eigentliche Herzstück. Diese besteht in der Regel aus 88 Tasten.

Wichtig für ein E-Piano ist ein dynamischer Anschlag. Das bedeutet, dass die Lautstärke eines Tons durch die Art des Anschlags reguliert werden kann. Spielen Sie eine Taste fest an, erklingt der Ton lauter und länger. Bei wenig Druck wird ein leiser Ton erzeugt.

Um das Verhalten eines Klaviers zu simulieren, sind die Tasten bei hochwertigen Modellen zudem gewichtet. Das bedeutet, dass die Tasten für die tiefen Töne schwerer zu betätigen sind als die Tasten für hohe Töne. Diese sogenannte Hammermechanik trägt maßgeblich zu einem besseren Spielgefühl bei.

Auch die Beschaffenheit der Tasten ist ein wichtiges Kriterium. Bei besonders hochwertigen Modellen, die auch in E-Piano-Tests am besten abschneiden, bestehen die Tasten zu einem Teil aus Echtholz.

Obwohl es auch spezielle E-Pianos für Kinder gibt, sollten Sie dennoch lieber zu einem Einsteigermodell für Erwachsene greifen. Diese sind ohne Probleme auch für Kinder spielbar.

4. Unterscheiden sich die einzelnen Modelle hinsichtlich der Klangqualität?

lautsprecher

Sie können Ihr E-Piano problemlos mit Lautsprechern oder einer Stereoanlage verbinden.

Die Qualität des Klangs entscheidet maßgeblich darüber, ob ein E-Piano als hochwertig bezeichnet werden kann. Gewünscht sind satte, klare Töne, die denen eines akustischen Pianos bestmöglich gleichen.

Den Klang eines E-Pianos sollten Sie nicht nur über Lautsprecher, sondern auch über Stereo-Kopfhörer testen, da Verzerrung auf diese Weise besser gehört werden kann.

Um den Klang in voller Lautstärke genießen zu können, ist es zudem möglich, einen etwa 50 Watt starken Verstärker anzuschließen.

5. Welche weiteren Funktionen bieten E-Pianos?

metronom

Bei E-Pianos mit Metronom-Funktion können Sie auf ein zusätzliches Metronom verzichten.

E-Pianos haben noch viele weitere Funktionen, mit denen Sie das Klangerlebnis deutlich steigern können. Einige der Standard-Funktionen möchten wir Ihnen im Folgenden kurz vorstellen:

  • Polyphonie: Mit der Polyphonie wird die Anzahl der gleichzeitig abspielbaren Stimmen angegeben. Ein gutes E-Piano sollte über mindestens 64 Stimmen verfügen. Fortgeschrittene Spieler sollten zu Modellen mit 256 Stimmen greifen. So können Sie mit dem E-Piano auch komplexe Akkorde spielen.
  • Metronom: Das Metronom gibt den Takt vor. Hinsichtlich des Geräuschs und des Tempos können verschiedene Einstellungen vorgenommen werden.
  • Layer-Funktion: Ermöglicht das Übereinanderlegen zwei verschiedener Stimmen.
  • Transponierung: Mit dieser Funktion können die Töne in Halbtonschritten nach oben oder unten verschoben werden, um ein Stück auf die gleiche Weise in einer anderen Tonart zu spielen.
  • Split-Funktion: Möchten Sie zwei verschiedene Stimmen parallel spielen, kann die Tastatur in der Mitte geteilt werden. Die beiden Hälften lassen sich anschließend mit verschiedenen Stimmen belegen.

Auch spezielle Effekte zeichnen ein gutes E-Piano aus. So können Sie beispielsweise Rhythmen und einen Bass hinzufügen oder einen Nachhalleffekt einstellen.

Über welche Funktionen und Effekte die Modelle in unserer Vergleichstabelle auf KRONE.at verfügen, können Sie ganz einfach der entsprechenden Kategorie entnehmen.

Tipp: E-Piano zu lernen, ist mit viel Fleiß und Ausdauer verbunden. Beim E-Piano spielen Akkorde, Tonleiter, Vorzeichen und Dreiklänge eine bedeutende Rolle, sodass Sie sich das Basiswissen am besten vorab aneignen sollten.

6. Weitere Fragen, die sich Käufer von E-Pianos stellen

6.1. Über welche Anschlüsse verfügt ein Piano?

E-Pianos können vor allem durch ihre zahlreichen Anschlüsse punkten. Über den Klinkenanschluss können Sie Ihre Kopfhörer anschließen oder das Gerät mit dem PC verbinden. Erweiterte Anschluss-Arten sind MIDI und USB. Verfügt das Modell über Bluetooth, können Sie zudem Ihre Bluetooth-Kopfhörer mit dem E-Piano verbinden.

6.2. Ist die Bedienung über eine App sinnvoll?

Einige Modelle werden in Verbindung mit einer speziellen E-Piano-App angeboten, die in der Regel sowohl Android- als auch iOS-kompatibel ist. Mit solch einer App können Sie das Digitalpiano komfortabel bedienen. Zudem ist es auf diese Weise möglich, die Klangvielfalt zu erweitern.

6.3. Welches Zubehör ist im Lieferumfang enthalten?

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Ein E-Piano-Ständer ist vor allem bei Stagepianos unerlässlich.

Zur Grundausstattung eines E-Pianos gehört ein Pedal, mit dessen Hilfe die Töne länger klingen. Bei den besten E-Pianos sind zudem eine Pianobank und hochwertige Kopfhörer im Lieferumfang enthalten. Ist kein E-Piano-Ständer dabei, können Sie diesen häufig in Kombination mit einem passenden Stuhl erwerben. Weiteres Zubehör und E-Piano-Ersatzteile bekommen Sie in der Regel beim jeweiligen Hersteller.

Möchten Sie Ihr Musikinstrument regelmäßig transportieren, sollten Sie sich eine Tasche für Ihr E-Piano zulegen. Eine spezielle E-Piano-Abdeckung sorgt wiederum dafür, dass die Tasten bei Nichtbenutzung nicht einstauben.

6.4. Wo kann ich ein gutes E-Piano kaufen?

Wenn Sie sich ein E-Piano zulegen möchten, ist ein Modell eines großen Markenherstellers zu empfehlen. Diese können durch jahrzehntelange Erfahrung hinsichtlich der Bauweise eines E-Pianos punkten. Günstige E-Pianos von Discountern wie Aldi haben oftmals keine gute Klangqualität und sind schlecht verarbeitet.

Zu den wichtigsten Marken und Herstellern zählen:

  • Yamaha
  • Casio
  • Kawai
  • Roland
  • Korg
  • Thomann
  • Hemingway

Ein E-Piano sollten Sie am besten in einem Klaviergeschäft kaufen. Um sich beraten zu lassen, können Sie ein solches Geschäft vor Ort aufsuchen. Sie können sich aber auch die verschiedenen Modelle in unserer Vergleichstabelle auf KRONE.at anschauen und sich das gewünschte E-Piano im Onlineshop eines Musikhauses bestellen.

6.5. E-Pianos im Test: Hat die Stiftung Warentest bereits einen E-Piano-Testsieger gekürt?

Dass sich E-Pianos stetig weiterentwickeln, die Technik immer ausgefeilter wird und sie sich auf diese Weise klanglich ihren akustischen Vorbildern annähern, konnte auch die Stiftung Warentest in ihrem E-Piano-Test aus dem Jahr 2017 bestätigen.

Die Verbraucherorganisation nahm zehn verschiedene Digitalpianos genauer unter die Lupe. Sie wurden hinsichtlich der folgenden Kategorien überprüft: Klang, Spielbarkeit, Handhabung, Konstruktion und Verarbeitung.

Vier der zehn getesteten Modelle ließen sich besonders gut spielen. Mit einem Qualitätsurteil von „gut“ (1,8) belegte das Yamaha Clavinova CLP-645 den ersten Platz.

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